Yanick Bross von der SG H2Ku Herrenberg II zeigte eine überragende Leistung gegen den SV Remshalden. Foto: Peter Gebhardt

Die Verbandsliga-Handballer der SG H2Ku Herrenberg II haben nach langer Durststrecke ihren zweiten Saisonsieg eingefahren. Beim SV Remshalden blieb es spannend bis zum Schluss.

Sie können es also doch noch. Die Verbandsliga-Handballer der SG H2Ku Herrenberg II haben ihren ersten Rückrundensieg eingefahren. Im Duell der bereits feststehenden Absteiger gelang ihnen beim SV Remshalden ein 27:26-Erfolg.

 

Die Gastgeber kamen verstärkt über den Rückraum und die Außenpositionen zu einfachen Toren. Die Gäste überzeugten mit beherztem Positionsspiel und einer hohen Trefferquote. „Uns ist es im ersten Durchgang gelungen, die Konzentration hoch zu halten. Das gab zusätzliche Sicherheit“, war H2Ku-II-Co-Trainer Maxi Schöllkopf zufrieden.

Elf Minuten keine Treffer für SG H2Ku Herrenberg II und SV Remshalden

Beide Abwehrreihen standen kompakt und geschlossen, sodass es zu mehrfach wechselnden Führungen kam. Über ein 7:7 und 13:13 ging die Zweite des Gäuklubs schlussendlich mit einem 18:17-Vorsprung in die Kabine.

Beim 21:21 gerieten die Teams in eine Schwächephase. Es folgten zahlreiche Fehlwürfe, vergebene Siebenmeter, etliche Fehlpässe, technische Aussetzer und vertane Wurfchancen. Ein Geschehen, das den 60 Zuschauern unmissverständlich aufzeigte, dass sich hier der Vorletzte und der Letzte gegenüberstanden. Elf (!) Minuten fiel kein einziger Treffer.

Lennart Lohrer erhielt von seinem Trainer ein Sonderlob für seinen Auftritt gegen den SV Remshalden. Foto: Peter Gebhardt

SG H2Ku Herrenberg II sorgt für die Entscheidung

Lennart Lohrer erlöste schlussendlich seine Kameraden mit dem 22:21. Kurz vor Schluss wurde es dann richtig spannend. Die Zweite des Gäuklubs lag mit 26:25 vorn, ehe Coach Marcel Kohler seine dritte Auszeit nahm. Und die zeigte ihre Wirkung.

Yanick Bross – überragender Regisseur und bester Torschütze der Partie – mit seinem achten Treffer 13 Sekunden vor dem Ende machte den Sack zu. Der direkte Gegenangriff der Einheimischen landete zwar im Netz, doch die Sache war durch.

SG H2Ku Herrenberg II verabschiedet sich mit Derby aus Verbandsliga

Nach dem Abpfiff war der SG H2Ku II die Freude ins Gesicht geschrieben. Kohler hob zwei seiner Schützlinge besonders heraus. „Lenny Lohrer und Yanick Bross haben sich ein Sonderlob für ihren beherzten Auftritt verdient“, strahlte der Übungsleiter.

Bevor sich seine Schützlinge aus der Verbandsliga verabschieden, kommt es am Wochenende zum Derby gegen die HSG Böblingen/Sindelfingen. „Die heutigen zwei Zähler geben uns zusätzliche Motivation“, so Kohler.

SG H2Ku Herrenberg II: Rinderknecht, Karasu; Kälbly, Lohrer (5), Bross (8), Seemann (1), Ehler (1), Eckert (2), O. Kohler, Mannherz, Lifka, Kretschmann (5/davon 1 Siebenmeter), A. Kohler (4/1), Kahlic.