SG-Angreiferin Joline Gosson hatte nicht immer so viel Gegenwehr wie hier. Foto: Andreas Essig

Gegen die SG Schozach-Bottwartal II müssen sich die Frauen der Habo SG in Kleinbottwar (Kreis Ludwigsburg) mit 26:32 geschlagen geben.

Für das Derby zuhause in Kleinbottwar gegen die SG  Schozach-Bottwartal  II hatten sich die Verbandsliga-Handballerinnen der Habo SG einiges vorgenommen. Mit einem Sieg hätten sie an den Beilsteinerinnen vorbeiziehen können. Tatsächlich machte es sich die Habo jedoch selbst schwer: In der ersten Hälfte vergab sie zu viele Chancen. Mal stand der Pfosten im Weg, dann scheiterten die Angreiferinnen an der gegnerischen Torhüterin.

 

Fast drei Minuten dauerte es, ehe Fabienne Nicolaus den ersten Treffer für die Gastgeberinnen erzielte. Auch die Gäste hatten, besonders in der Anfangsphase, Probleme, Jessica Goebel zu überwinden. Die Habo-Torhüterin zeigte mehrere starke Paraden. Dennoch gingen die Beilsteinerinnen früh in Führung. Nach dem 4:4 durch Franziska Ziegler blieb das Team der neuen Cheftrainerin Janine Zieker mehr als acht Minuten ohne eigenes Tor. In dieser Phase legte die SG  vier Tore zum 8:4 vor. Dass die Gästeführung nicht höher ausfiel, lag hauptsächlich an der Abwehr, die in der ersten Halbzeit zahlreiche Angriffe unterband.

Chancen auf den Ausgleich vergeben

Gegen Ende des ersten Durchgangs fand die Habo wieder zu ihrer Treffsicherheit zurück. Luana Klopfer brachte ihr Team beim 11:12 bis auf ein Tor heran (29.). Chancen auf den Ausgleich oder gar eine Führung wurden aber vergeben. Mehrmals wurden Möglichkeiten leichtfertig vertan, weil Pässe zu ungenau oder zu weit gespielt wurden und die Mitspielerinnen nicht erreichten. Stattdessen gelang den Gästen kurz vor der Pausensirene noch der Treffer zum 13:11.

Defensive lässt Gegner zu viel Raum

Nach dem Seitenwechsel klappte es bei der Habo besser als zuvor. Die eigenen Gelegenheiten wurden etwas effektiver genutzt. Dafür ließ die Defensive dem Gegner zu viel Raum, um seine Angriffe auszuspielen. Mehrfach waren die Gäste nach Tempogegenstößen erfolgreich. Früh hatte sich der Tabellenvierte aus Beilstein eine Vier-Tore-Führung herausgespielt, die konstant verteidigt wurde. Grund zum Jubeln gab es für die Anhänger der Gastgeber selten. Immerhin parierte Carina Lüders einen Siebenmeter der Gäste (53.). Die Fehler des Gegners blieben jedoch wiederholt ungenutzt, sodass die Beilsteinerinnen sich bereits mehrere Minuten vor Schluss als Sieger fühlen durften. Am Ende unterlag die Habo beim 26:32 deutlich.

„Die SG Schozach-Bottwartal war keine Übermannschaft. Wir haben aber zu viele technische Fehler gemacht“, moniert Janine Zieker. „In der ersten Halbzeit hatten wir definitiv ein Problem mit der Chancenverwertung. Nur sechs Tore in den ersten 20 Minuten waren zu wenig. Hätten wir den Ausgleich erzielt oder wären sogar mit einer Führung in die Pause gegangen, wäre das ein anderes Feeling gewesen“, so die Trainerin. Was die zweite Halbzeit anging, haderte sie besonders mit der Defensive. Durch die Niederlage bleiben die Habo-Frauen Sechster.

Habo SG: Lüders, Goebel – Ziegler (6), Klopfer (5), Zink (1), Opitz, Nicolaus (2), Gleichner, Strauß (4), Schuster, Zerweck (1), Bauer, Weis (4), Krestel (2), Bossert (1).