Routinier Lukas Hölzel (li.) wurde reaktiviert und spielte in Angriff und Abwehr eine tragende Rolle. Foto: Pressefoto Baumann

Die Handballer aus Ditzingen haben die erste Saisonhälfte in der Verbandsliga auf Rang zehn abgeschlossen. Doch es sind nur Kleinigkeiten, die fehlen.

Dennis Zwicker nimmt kein Blatt vor den Mund, wenn er um eine Bilanz der Hinrunde der TSF-Handballer gebeten wird. „Die 10:16 Punkte sind unter den Erwartungen“, räumt er ein. Sechs Zähler fehlen nach seiner Einschätzung, doch es habe nur an Kleinigkeiten gelegen, dass in den vier Spielen nicht mehr rausgesprungen ist. Weh tun ihm vor allem die Unentschieden in Schwaikheim und gegen die SG Freudenstadt/Baiersbronn, auch die Niederlagen in Fellbach und bei der HSG Böblingen/Sindelfingen seien vermeidbar gewesen.

 

Allerdings sieht er unterschiedliche Gründe für die Punktverluste: Die Remis seien vom Spielverlauf her sogar glücklich gewesen, da der Ausgleich jeweils in den Schlusssekunden gelungen sei. „In diese Situationen sind wir aber nur geraten, weil wir den Gegner zuvor durch Fehlwürfe und technische Fehler zu Gegentoren eingeladen hatten“, erläutert Zwicker. In Böblingen und Fellbach hingegen sei sein Team Mitte der zweiten Halbzeit mit vier und fünf Toren vorne gelegen, am Ende aber dann dennoch als Verlierer vom Platz gegangen.

Gegentorschnitt liegt bei 28 Treffern

Der Ditzinger Coach ist ein Verfechter guter Abwehrarbeit. Insofern ist er mit dem Gegentorschnitt von 28 Treffern nicht unzufrieden, nur fünf Teams in der Liga haben weniger als die 367 Treffer der Grün-Weißen kassiert. Negative Ausreißer seien die Heimspiele gegen die HB Ludwigsburg (31:38) und die TG Schömberg (35:37) gewesen. Und auch bei der Anzahl der erzielten Tore liegen die TSF mit 391 Treffern (30 im Schnitt) als Fünfter in der oberen Tabellenhälfte.

„An der Abschlussqualität müssen wir mit Blick auf die Rückrunde arbeiten, dazu brauchen wir mehr Tiefe im Angriff“, erläutert Zwicker. Positiv sei, wie gut das Team die Breite des Spielfeldes ausnutze, was die vielen Treffer über die Außenpositionen unterstreichen würden.

TSF- Trainer Dennis Zwicker sah Licht und Schatten bei seinen Handballern. Foto: Andreas Gorr

Ein Grund für die nicht zufriedenstellende Ausbeute dürfte auch sein, dass die Grün-Weißen nach einem Saisonstart mit 7:1 Punkten in einen Negativsog mit sechs Partien ohne Sieg und 1:11 Zählern gerieten. Auch wenn die ersten beiden Niederlagen gegen die Topteams der Liga TV Oeffingen (19:27) und TSV Allowa (29:38) passierten, gegen die man ohnehin keine Punkte eingeplant hatte, erkennt Zwicker darin Auswirkungen. „Es macht was mit einer Mannschaft, wenn man deutlich mit acht und neun Toren Differenz verliert“, weiß er.

Keine große Rolle hat nach Zwickers Ansicht gespielt, dass in Yannik Ruffner, Malte Bartels und Nick Bohnen drei Leistungsträger nach schweren Verletzungen erst im Laufe der Hinrunde nach und nach einsteigen konnten. „Dabei fehlt es vor allem Bartels und Bohnen an Wettkampfpraxis, aber alle hatten dennoch einen guten Input auf unser Spiel“, erläutert der Coach.

Für Nick Bohnen sei Lukas Hölzel reaktiviert worden, der in Angriff und Abwehr eine tragende Rolle gespielt habe und in der Rückrunde weiterspielen werde, da Jörg Schwabe als Langzeitverletzter hinzugekommen sei. Und auch mit den Nachwuchskräften Lukas und Jonas Heer sowie Quang Tran ist Zwicker mehr als nur zufrieden. „Sie haben einen Sprung nach vorne gemacht und trauen sich mehr zu“, freut er sich.

Die Rückrunde beginnt für die Grün-Weißen, die am 8. Januar ins Training eingestiegen sind, mit einem Auswärtsspiel – am Samstag geht es zur HSG Rottweil (Zwicker: „ein Überraschungsteam“). Eine ihrer nur drei Niederlagen mussten die Rottweiler in Ditzingen hinnehmen.

Ditzingen
 Die meisten Tore für die TSF erzielte zwar Yannick Hüther, den besten Toreschnitt aller Spieler, die mindestens sieben Partien absolviert haben, hat jedoch Yannik Ruffner (4,89) zu verzeichnen.

Verbandsliga
 61 der 135 Treffer von Liga-Topscorer Patrick Sandelmann waren verwandelte Siebenmeter. Collin Händel erzielte alle seine 101 Tore aus dem Spiel heraus.

10. Dominic Rose 12/73 (HSG Sindelfingen/Böblingen)