Nick Bohnen (vo./im Spiel gegen Mössingen) musste nach 35 Minuten wegen einer Roten karte vom Feld – das sorgte für großen Unmut bei den TSF. Foto: Andreas Gorr

Das Team aus Ditzingen unterliegt im Mittelfeld-Duell bei der TG Schömberg mit 29:39 und rutscht auf Rang zehn ab. Trainer Dennis Zwicker bemängelt fehlende Konsequenz.

Den Klassenverbleib in der Verbandsliga haben die Handballer der TSF Ditzingen seit zwei Wochen gesichert. Und ein bisschen scheint es so, als sei damit die Luft bei den Grün-Weißen zum Ende der Saison ein bisschen raus. Eine Woche nach der Heimniederlage gegen die deutlich erfolgshungrigere HSG Böblingen/Sindelfingen verloren die TSF-Handballer auch das Duell beim Tabellennachbarn TG Schömberg mit 29:39 (15:19) und rutschten damit auf Rang zehn hinter den Konkurrenten zurück.

 

Erschreckend war nicht nur für Trainer Dennis Zwicker, dass sich die Niederlage schon früh andeutete. Nach einer 2:0-Führung war die Partie nur noch bis zum 4:4 (7.) offen, dann zogen die Gastgeber mit vier Toren in Folge vorentscheidend auf 8:4 (12.) davon. Zeitweise betrug der Vorsprung der TG Schömberg schon in der ersten Halbzeit sechs Tore, was die Ditzinger bis zur Pause wieder auf vier Treffer (15:19) verkürzen konnte.

Viel zu viele Fehlwürfe bei den TSF

„Unsere Abschlussqualität war einfach schlecht. Wir hatten rund 20 Fehlwürfe – zum Teil aus völlig freien Positionen, zum Teil, weil die Wurfauswahl falsch war“, kritisierte Coach Zwicker. Noch schlimmer wurde es in der zweiten Halbzeit, als die Gastgeber ihren Vorsprung erst innerhalb von fünf Minuten auf sieben Tore ausbauten (23:16) und in der 45. Minute erstmals mit zehn Toren (28:18) vorne lagen. „Da ging es für uns nur noch darum, dass wir die Halle am Ende erhobenen Hauptes verlassen können“, meinte der enttäuschte TSF-Trainer.

Trainer Dennis Zwicker (Mi.) bei einer Besprechung mit der Mannschaft. Foto: Andreas Gorr

Wie im Hinspiel gelang es der Ditzinger Abwehr nicht, dem körperlichen Angriffsspiel der TG Schömberg die entsprechende Physis entgegenzusetzen. „Wir sind oft nicht konsequent genug rausgetreten“, bemängelte der Coach. Und ebenso wie im Hinspiel war es insbesondere Schömbergs rechter Rückraumspieler Collin Händel, den die TSF-Defensive nicht in den Griff bekam. Am Ende hatte der sprunggewaltige Schütze neun Tore auf seinem Konto stehen.

Pech für die Gäste war zudem, dass sich die Unparteiischen von der hitzigen Stimmung in der Halle ein wenig anstecken ließen und bei Zwei-Minuten-Strafen und Siebenmetern häufig zugunsten der TG-Akteure entschieden. Schömberg bekam sechs Strafwürfe zugesprochen, Ditzingen nur einen. Dafür verhängten die Schiedsrichter fünf Zeitstrafen gegen die Gäste, während gegen Schömberg bis zur 55. Minute lediglich zwei verhängt wurden, ehe in den letzten Minuten noch drei hinzukamen. Doch zu diesem Zeitpunkt war die Begegnung ohnehin längst entschieden.

Zwicker: Rot für Bohnen war zu hart

Als sehr hart empfand Dennis Zwicker auch die Rote Karte gegen Nick Bohnen in der 35. Minute. „Er wurde vom Gegenspieler überlaufen und hat diesen dann am Rumpf festgehalten. Dessen Beine gingen dann sehr schnell nach oben“, beschrieb er die Situation aus seiner Sicht. Die Niederlage sei am Ende zu hoch ausgefallen, verdient sei sie gegen einen Gegner, der noch Punkte zum Klassenverbleib benötigt hatte, aber dennoch gewesen.

Jetzt geht es für die Grün-Weißen am kommenden Samstag im letzten Heimspiel gegen die SF Schwaikheim (20 Uhr) nur noch darum, sich anständig aus der Saison und auch von einigen langjährigen Spielern zu verabschieden. TSF Ditzingen: Biehl, Duck – Ruoff (7), Steckroth (5), Kienle (4), Tran (3), Hölzel (2), L. Heer (2), Strkalj (2), Hüther (2/1), J. Heer (1), Ruffner (1), Bohnen.