Deizisaus Erik Fabian Albrecht steigt hoch – und erzielt eines seiner neun Tore gegen die Wernauer. Foto: Michael Treutner

Wenig Spiele, viel Brisanz: In den unteren Handball-Ligen gewinnt der Bezirksliga-Tabellenführer das Duell gegen den Zweitplatzierten HC Wernau klar mit 37:28.

In den unteren Handball-Klassen war an diesem Wochenende zwar nicht viel los, die wenigen ausgetragenen Partien hatten es aber in sich. In der Region waren die Augen vor allem auf das Spitzenspiel der Bezirksliga zwischen dem Ersten TSV Deizisau II und dem Zweiten HC Wernau gerichtet. Die Deizisauer bezwangen die Wernauer am Ende souverän mit 37:28, demonstrierten ihre Stärke sowie Aufstiegsambitionen und gewannen auch das neunte Spiel in Serie. „Wir verteidigten über die komplette Spielzeit gut im Verbund und bestraften Wernaus Fehler gnadenlos. Der Abstand beträgt nun sechs Punkte auf den HCW, trotzdem sind wir gut damit beraten, auf dem Boden zu bleiben und weiter an uns zu arbeiten“, sagte Deizisaus Coach Steffen Braun.

 

Frauen – Landesliga

Zumindest die Landesliga-Frauen des HC Wernau hatten Grund zu jubeln. Die Wernauerinnen gewannen ihre Heimpartie gegen den Vierten TSV Weilheim mit 29:22, schafften den zweiten Saisonsieg im neunten Spiel und kletterten auf Rang sieben. Erfolgreichste Torschützin für die Wernauerinnen war Vivien Klein, die sieben Mal traf und das Tor zur wichtigen 13:10-Pausenführung erzielte. Die HCW-Handballerinnen haben nun eine dreiwöchige Spielpause vor sich, ehe am Samstag, 31. Januar, das Derby bei den ungeschlagenen Spitzenreiterinnen des TV Reichenbach ansteht.

Männer – Bezirksoberliga

In der Bezirksoberliga hieß es indes Derbytime, denn der TSV Denkendorf II (Rang neun) war beim Vierten TV Plochingen II zu Gast, verlor aber am Ende in einem packenden und bis zum Schluss spannenden Derby knapp mit 28:29. In der Schafhausäckerhalle entwickelte sich von Beginn an ein intensives und temporeiches Handballspiel, das lange Zeit auf Messers Schneide stand – denn beide Teams begegneten sich auf Augenhöhe. Die Gäste aus Denkendorf erwischten den etwas besseren Start und lagen nach 15 Minuten durch einen 3:0-Lauf mit 7:5 in Führung. Die Plochinger ließen sich dadurch aber nicht beeindrucken, steigerten sich im weiteren Verlauf der ersten Hälfte und übernahmen zunehmend die Kontrolle. Mit einer stabileren Abwehr und mehr Durchschlagskraft im Angriff drehte der TVP II das Spiel und ging mit einer 13:11-Führung in die Pause.

Auch nach dem Seitenwechsel blieb die Partie hart umkämpft. Keines der beiden Teams setzte sich entscheidend ab, stattdessen wechselte die Führung mehrfach. In der Schlussphase bewahrten die Plochinger die nötige Ruhe und setzten die entscheidenden Nadelstiche. Die Denkendorfer um den elffachen Torschützen Lukas Taxis kamen zwar immer wieder heran, doch die Plochinger stellten eine Minute vor der Schlusssirene durch Philipp Pirner eine Zwei-Tore-Führung her (29:27) und brachten den 29:28-Sieg schlussendlich über die Zeit.

Bezirksliga

„Die Jungs haben genau da weitergemacht, wo wir im vergangenen Jahr aufgehört haben. Ich muss meinen Spielern ein riesen Kompliment machen, denn derzeit macht es sehr viel Spaß“, sagte der glückliche Coach Steffen Braun, der damit den souveränen 37:28-Erfolg seines Erstplatzierten TSV Deizisau II im Spitzenspiel gegen den Zweiten HC Wernau ansprach. Deizisau II steht nun mit neun Siegen aus neun Spielen und 18:0 Punkten ungeschlagen an der Spitze, Wernau weiterhin auf Rang zwei mit 12:6 Zählern.

„Man muss neidlos anerkennen, dass die Deizisauer unsere Fehler gnadenlos bestraft haben. Ich glaube, dass Deizisau II der 1. Platz nicht mehr zu nehmen ist und es wird schwer werden, den Anschluss zu finden“, sagte Wernaus Coach Timmy Hiller und ergänzte: „Wir hatten aber auch nicht das Ziel, aufzusteigen. Nun haben wir erst mal spielfrei und ziehen aus der Pleite unsere Schlüsse.“ Bis zur 20. Minute beim Stand von 11:9 für Deizisau II hätten die Wernauer laut Hiller „noch gut mitgehalten, aber fünf schlechte Minuten in Hälfte eins sowie zwei haben dazu geführt, dass wir den Rückstand nicht mehr aufholen konnten“. Die Deizisauer um den neunfachen Torschützen Erik Fabian Albrecht zogen zur Pause auf 18:13 davon und ließen auch in Hälfte zwei wenig anbrennen. „Wir hatten uns viel vorgenommen, die Deizisauer waren uns aber immer einen Schritt voraus“, sagte Hiller.