Die Landesliga-Handballerinnen des TV Reichenbach sichern sich mit einem Sieg in Sindelfingen vorzeitig den Titel und steigen in die Verbandsliga auf.
35 Minuten Fahrt liegen zwischen der Sommerhofenhalle in Sindelfingen und der Brühlhalle in Reichenbach. 35 Minuten, die für die Landesliga-Handballerinnen des TV Reichenbach zur Party-Heimfahrt wurden: Durch den 35:20-Sieg bei der HSG Böblingen/Sindelfingen II machten sie vorzeitig die Meisterschaft perfekt – und damit auch den Aufstieg in die Verbandsliga.
„Es war eine starke Saison von uns. Die Hinrunde war sehr souverän und obwohl wir aufgrund von Verletzungen und Schwangerschaften viele Rückschläge verkraften mussten, hat sich das Team immer wieder gefangen. Aber ein paar Ausreißer und kurze Oh-je-Gefühle gehören in einer Runde auch mal dazu“, sagte Reichenbachs spielende Co-Trainerin Ann-Kristin Seiter. Die Freude darüber, den Aufstieg und den Meistertitel einen Spieltag vor Schluss klargemacht zu haben, überwog freilich. „Die große Feier wird erst nach dem letzten Spiel beim TSV Weilheim beziehungsweise eine Woche danach stattfinden. Wir hatten zwar abends noch einen Tisch in einem Restaurant in Esslingen reserviert und wollten auch noch in eine Bar gehen, letzteres wurde dann aber leider zu spät“, erzählte Seiter.
Männer – Landesliga
Das spielfreie Wochenende des TSV Neuhausen II wirkte sich auf die Tabellensituation aus: Der TSV Zizishausen zog durch den 35:24-Sieg bei EK Bernhausen vorerst an den Neuhausenern vorbei an die Spitze. Die Zizishausener haben jedoch ein Spiel mehr absolviert als die Neuhausener, die in den letzten drei Saisonspielen ihre Hausaufgaben erledigen müssen und die Meisterschaft sowie den Aufstieg weiterhin in der eigenen Hand haben.
Handball gespielt wurde dagegen beim TSV Köngen, der beim Dritten HSG Ermstal mit 37:30 gewann und nun auf Rang sechs steht. Erfolgreichster Köngener Torschütze war Pascal Maier mit 13 Treffern.
Frauen – Landesliga
Beim 35:20-Auswärtssieg ihres TV Reichenbach bei der HSG Böblingen/Sindelfingen II konnte die spielende Co-Trainerin Seiter aufgrund ihrer Verletzung, die sich laut ihr „auch bis in die Rückrunde der kommenden Saison ziehen wird“, erneut nur zusehen. Ihr Team machte jedoch auch ohne sie souverän den Landesliga-Meistertitel perfekt. „Der Aufstieg ist erreicht. Die Mädels haben so gut gespielt, da konnte ich beruhigt von außen zusehen“, freute sich Seiter und ergänzte: „Der erste Matchball saß direkt und wir haben dem Druck standgehalten. In kürzester Zeit haben wir uns einen komfortablen Vorsprung erspielt und die Gegnerinnen nicht mehr herankommen lassen. So haben wir bewiesen, dass wir zu Recht ganz oben stehen.“
Männer – Bezirksoberliga
Im Kampf gegen den Abstieg feierte die HSG Ostfildern II einen wichtigen 35:28-Auswärtssieg bei der SG Ober-/Unterhausen II und steht mit 19:25 Punkten auf Rang elf. Nicht so gut lief es dagegen beim Vorletzten TSV Denkendorf II, der beim Dritten tus Stuttgart mit 36:39 verlor, beim TSV Wolfschlugen II, der beim Fünften TSG Reutlingen mit 29:34 unterlag, sowie bei der SG Hegensberg/Liebersbronn II, die gegen den TSV Grabenstetten eine 31:35-Niederlage kassierte. Für eine Überraschung sorgte dagegen der Sechste TV Plochingen II, der das Heimspiel gegen den Vierten TG Geislingen mit 32:27 gewann.
Bezirksliga
Kurz vor dem Saisonende schwächelte der bereits feststehende Meister TSV Deizisau II bei der 27:36-Niederlage beim SV Vaihingen noch einmal. „Es ist nicht so, dass wir uns hängen lassen würden. Die Vaihinger haben es uns einfach sehr schwer gemacht und am Ende verdient gewonnen“, resümierte Deizisaus Coach Steffen Braun.