Lucas Frey im Anflug Foto: Maximilian Hamm

Die Handballer des TV Oeffingen setzen sich in der Verbandsliga gegen den Tabellenletzten SG H2Ku Herrenberg II souverän mit 35:25 durch.

In der Sporthalle in Oeffingen wurde es am Freitagabend nur einmal ganz still. Nachdem ein Schreihals, offensichtlich ein Gästefan, artikuliert hatte, die Handballer des TV Oeffingen sollten sich nicht ständig hinlegen, das sei schließlich ein Männersport. In erster Linie geht es jedoch auch beim Handballsport um Tore, und da waren die Gastgeber dem Tabellenletzten SG H2Ku Herrenberg II haushoch überlegen. Die Mannschaft um den Trainer Tobias Unfried gewann diese Begegnung in der Verbandsliga vor den rund 300 Zuschauern mit 35:25 (17:11). Am Ende sangen die meisten von ihnen mit den Siegern ihr Oeffinger Lied; die Verlierer – und mit ihnen der Schreihals – verließen die Halle punkt- und wortlos.

 

Entscheidend ist die gute Abwehrarbeit

Der Verbund des TV Oeffingen hätte das Spiel noch deutlich höher gewinnen können, doch gegen Ende haben die Akteure so ein wenig ihre Spannung verloren. Sie hatten aber ja eine gute Vorarbeit geleistet. „Es war klar, dass wir uns mit dem hohen Tempo Stück für Stück absetzen würden. Aber entscheidend war wieder einmal die gute Abwehrarbeit“, sagte Tobias Unfried, der auch einen „himmelweiten Unterschied“ zur Leistung in der Woche zuvor gesehen hatte. Gegen die Gäste der HSG Rottweil waren die Oeffinger Handballer jüngst nicht über ein 30:30-Unentschieden hinausgekommen.

Robin Stöhr ist nicht aufzuhalten

Am Freitagabend waren sie etwas holprig in das Spiel gekommen. Doch nach dem Stand von 2:2 in der sechsten Spielminute konnten Lucas Frey und seine Mitspieler sich innerhalb von vier Minuten auf 8:2 absetzen. In der Folge war ein deutlicher Leistungsunterschied zu sehen. Robin Stöhr, mit acht Treffern bester Werfer seines Teams, war im Angriff nicht aufzuhalten und packte auch in der Abwehr entscheidend zu. Aus dem Rückraum zeigte erst Manuel Paul gelungene Aktionen, und nach seiner Einwechslung hämmerte Tobias Rühle mehrmals den Ball ins Gehäuse. Das spielte es überhaupt keine Rolle, dass die Gastgeber in dieser Begegnung mit dem Tabellenletzten auf Luis Westner (Mittelhandbruch), Timo Zoller (Knieverletzung), Christoph Köngeter (Oberschenkelverletzung) und Yannick Seeger (krank) verzichten mussten.

Kritikpunkte sind eher Kritikpünktchen

Selbstverständlich fand Tobias Unfried auch nach diesem Spiel einige Kritikpunkte, aber in diesem Fall waren es eher Pünktchen. Zwei verworfene Siebenmeter zum Beispiel, ein paar Nachlässigkeiten im Angriff oder die diesmal nicht ganz so gute Trefferausbeute von den Außenpositionen. Manchmal waren es aber auch die Gäste, die trotz ihrer Unterlegenheit einige sehenswerte Angriffe zelebrierten – zumeist initiiert vom ehemaligen Drittliga-Spieler Patrick Sattler. Das waren die Momente, in denen die Oeffinger Handballer doch größere Lücken im Abwehrverbund offenbarten. Doch am Ende bejubelten sie ihren sechsten Saisonsieg.

TV Oeffingen: Schreiner, Schweizer – Stöhr (8), Würmle (7/4), Köhler (4), Meyer (3), Manuel Paul (3), Rühle (3), Frey (2), Fynn Fröschle (2), Levi Fröschle (2), Langenfeld.