Die Verbandsliga-Handballer des SV Fellbach und des TV Oeffingen treffen sich am Samstagabend, 20 Uhr, in der Zeppelinhalle zum fünften Stadtderby dieser Art.
Wenn der Trainer Tobias Unfried am Samstag mit den Handballern des TV Oeffingen in die Fellbacher Zeppelinhalle kommt, ist es für ihn auch eine Rückkehr an die ehemalige Wirkungsstätte. Der 52-Jährige hatte Anfang 2024 und bis zum folgenden Saisonende das Traineramt beim SV Fellbach übernommen. Den Abstieg in die Verbandsliga konnte aber auch er nicht mehr verhindern. Tobias Unfried hatte aber Ende der 1990er Jahre und über die Jahrtausendwende auch als Spieler beim SV Fellbach Spuren hinterlassen. Der Verbund des TV Oeffingen um den heutigen Abteilungsleiter und damaligen Spieler Christoph Keller war damals noch in der Bezirksliga zugegen. Das Stadtderby in der Saison 2023/2024 hat er dagegen nicht miterlebt, er stieg erst kurze Zeit später ein.
Die Energie wird bei beiden Teams hoch sein
Die Emotionen eines Nachbarschaftsduells von Fellbachern und Oeffingern wird Tobias Unfried am Samstag (20 Uhr, Zeppelinhalle) erstmals erfahren. „Die Motivation und die Energie werden bei beiden Teams hoch sein. Es kommt darauf an, wer in dieser hitzigen Atmosphäre kühlen Kopf bewahrt“, sagt der Coach des TV Oeffingen, der den SVF als seinen zweiten Heimatverein bezeichnet. Angefangen mit dem Handball hatte er damals beim GSV Kleinbottwar.
Tobias Unfried muss die Aufstellung erneut umbauen
Die Oeffinger Mannschaft fährt als Tabellenzweite der Verbandsliga zum Tabellenvierten nach Fellbach. Und sie kommt dezimiert in die Zeppelinhalle. Nach den beiden Kreisläufern Luis Westner und Timo Zoller haben sich zuletzt auch die Spielmacher Marcel Meyer und Fynn Fröschle auf die Ausfallliste setzen lassen. Deshalb wird Tobias Unfried die Aufstellung erneut umbauen müssen. „Wir haben im Training verschiedene Lösungen ausprobiert, aber noch keine gute gefunden. Wir werden die Puzzleteile irgendwie zusammenführen“, sagt der Coach des TV Oeffingen.
Die Fellbacher sind schon im Training euphorisierter
Selbstverständlich kennt Tobias Unfried auch den Gegner SV Fellbach gut und er weiß, wie wichtig Cedric Freudenreich für dessen Abwehrverbund ist. Da trifft es sich gut für den Trainer Frank Schmid, dass der 25-jährige Kreisläufer am Samstag wohl wieder mit dabei sein kann. Er muss aber voraussichtlich auf Louis Waldraff (verletzt) und auf Jan Spindler (private Gründe) verzichten. „Das Stadtderby ist etwas Besonderes für die Jungs, sie sind schon im Training euphorisierter; und wir müssen uns nicht verstecken“, sagt Frank Schmid – schließlich haben die Fellbacher Handballer in dieser Saison in heimischer Halle stets gewonnen. Bei den Gästen aus Oeffingen hebt er allem voran die Abwehr hervor; sie ist mit gerade einmal 25 Gegentreffern pro Spiel die sicherste der Liga. Seine Mannschaft dagegen punktet speziell mit temporeichem Angriffsspiel.
Die Begegnung am Samstag ist das fünfte Stadtderby dieser Art. Die Bilanz aus Sicht des SVF: ein Sieg, eine Niederlage und zwei Unentschieden. Für Tobias Unfried dagegen ist es das erste Nachbarschaftstreffen der Oeffinger mit seinem zweiten Heimatverein.