Fellbachs Trainer Frank Schmid Foto: Maximilian Hamm

Die Handballer des SV Fellbach verlieren am Samstag in der Verbandsliga bei der Spvgg Mössingen mit 35:41.

Längere Auswärtsfahrten in Richtung Süden scheinen den Handballern des SV Fellbach nicht zu liegen. Jedenfalls kehrten sie in der Verbandsliga zuletzt immer ohne Zählbares zurück. Nach den Niederlagen bei der TG Schömberg (32:36) und der HSG Rottweil (32:33) hat die Mannschaft um den Trainer Frank Schmid auch am vergangenen Samstag bei der Spvgg Mössingen keine Punkte gewonnen. Sie verlor vor den rund 300 Zuschauern in der Steinlachhalle in Mössingen mit 35:41 (15:19) und zeigte dabei eine schwache Abwehrleistung. Einen Spieltag vor der Winterpause und vor dem Ende der Hinrunde ist sie damit im Klassement auf den vierten Platz zurückgefallen. „Wir tun uns gerade schwer, die nötige Aggressivität zu entwickeln, wenn der Gegner druckvoll spielt“, sagte Frank Schmid.

 

Zwölf Paraden von Dominik Osap

Dennoch haben die Gäste diese Begegnung bis in die Mitte der zweiten Spielhälfte ausgeglichen gestaltet. Sie haben sich nach Rückständen immer wieder zurückgekämpft; allerdings mussten sie den Gegner dann auch immer wieder davonziehen lassen. Das war schon vor der Pause so, das änderte sich auch nach der Halbzeit nicht. Eine Viertelstunde vor Schluss nahm Frank Schmid beim Stand von 25:29 aus Fellbacher Sicht eine Auszeit. Doch diesmal konnte seine Mannschaft nicht mehr zurückkommen. Trotz der zwölf Paraden des Tormanns Dominik Osap schaffte sie es nicht mehr, die Wende einzuleiten. „Da sind wir halt oft auch einfach zu brav“, sagte Frank Schmid. Allein dem Ausfall von Cedric Freudenreich mag er die vernachlässigte Abwehrarbeit am Samstagabend allerdings nicht zuschreiben.

16 technische Fehler

Es ist durchaus möglich, mit 35 Treffern in fremder Halle ein Spiel zu gewinnen. An der Angriffsleistung lag es in Mössingen also nicht, obwohl der Coach insgesamt 16 technische Fehler notierte und tatsächlich auch zahlreiche Fehlwürfe. Joe Traub war mit acht Treffern der erfolgreichste Werfer seines Teams, fünf markierte er per Siebenmeter. Jan Spindler und Felix Wente erzielten jeweils fünf Tore für das Team des SV Fellbach.

Das letzte Spiel in 2025 ist das Derby gegen den TVOe

Die gute Nachricht für Frank Schmid: es folgt in diesem Jahr keine längere Auswärtsfahrt mehr. Am finalen Wochenende der Hinrunde steht in der Verbandsliga nur noch ein Spiel auf dem Programm – und das ist ein besonderes. Am Samstag, 20 Uhr, gastiert der Tabellenzweite TV Oeffingen zum Stadtderby in der Fellbacher Zeppelinhalle. Zwar könnten die Gastgeber mit einem Sieg nicht zum Nachbarn aufschließen, ein Saisonhöhepunkt ist diese Begegnung aber allemal.

SV Fellbach: Beck, Osap – Joe Traub (8/5), Spindler (5), Wente (5), Dierl (4), Mergenthaler (3), Pick (3), Waldraff (3), Schauer (2), Spiertz (2), Georg, Kapp.