Die HSG Leinfelden-Echterdingen sichert sich gegen Freiburg den Verbleib in der Regionalliga. Die HSG Stuttgart/Metzingen II dagegen zittert um den Platz für die Aufstiegsspiele.
Große Erleichterung herrschte bei den Handballerinnen der HSG Leinfelden-Echterdingen. Mit dem 33:27-Sieg im letzten Heimspiel gegen den Tabellenvorletzten HSG Freiburg II steht der Klassenverbleib in der Regionalliga fest. Denn auch wenn die Echterdingerinnen ihre beiden Punkte vom grünen Tisch aus dem Derby-Hinspiel gegen die HSG Stuttgart/Metzingen II (wie berichtet; Einspruchsfrist läuft noch) nicht behalten sollten, sind sie im direkten Vergleich mit den SF Schwaikheim besser platziert.
Ursprünglich hatte sich Trainerin Mona Binder vor ihrem Amtsantritt mehr vorgenommen. Nach einer schwachen Hinrunde kämpften die Echterdinger jedoch letztlich lange gegen den Abstieg. „Wir haben in der Rückrunde die Kurve bekommen und der Saison noch eine gute Wendung gegeben“, sagt Binder. Die vergangenen drei Spiele gewann die HSG Leinfelden-Echterdingen allesamt.
Gegen Freiburg starteten die Gastgeberinnen konzentriert und erspielten sich zur Halbzeit eine 19:11-Führung. „Wir haben es dann in der zweiten Hälfte souverän runtergespielt“, berichtet Binder. Zudem musste das Team den Schock verkraften, dass Rückraumspielerin Svenja Biehl in der zweiten Hälfte mit einer schweren Augenverletzung ins Krankenhaus musste. Ein Garant für den Sieg war Torhüterin Franziska Lieb, die zum zweiten Abschnitt Luisa Thellmann ersetzte und mehrere starke Paraden zeigte. Lotta Gerstweiler erzielte mit sechs Toren die meisten Treffer.
Nach dem Spiel wurden Hannah Prang (eigene zweite Mannschaft), Janina Weiss (TV Reichenbach), Laila Knapp (HSG Stuttgart/Metzingen), Marie Elsäßer, Ricarda Schuck und Annalena Fischer (beide Karriereende) emotional verabschiedet. Als Zugänge verstärken Rückraumspielerin Vanna Katic (SG Weinstadt) und Kreisläuferin Lara Kreidenweiß (TSV Heiningen) das Team. „Der bedeutendste Neuzugang ist für uns aber Ina Kühnel, die nach ihrem Kreuzbandriss fleißig an ihrem Comeback arbeitet“, sagt Binder, die mit ihrem Trainerkollegen Benjamin Schwarz bereits die Vorbereitung für die kommende Saison plant.
Abteilungsleiter Schenker: „Der zweite Platz ist weg“
Während die HSG Leinfelden-Echterdingen Gewissheit hat, in welcher Liga es weitergeht, ist bei der HSG Stuttgart/Metzingen II die Ligazugehörigkeit noch offen. Nach der 22:30-Niederlage im Topspiel gegen den designierten Meister Frisch Auf Göppingen II droht der Sturz von Platz zwei und damit von den Rängen die für die Aufsstiegsspiele qualifiziert. Ausschlaggebend ist dafür das Spiel des Tabellendritten HC Schmiden/Oeffingen bei den SF Schwaikheim, das bei Redaktionsschluss dieser Seite noch nicht beendet war. „Wir rechnen damit, dass der zweite Platz endgültig weg ist“, sagt der Abteilungsleiter Robert Schenker.
Gegen Göppingen fand die Mannschaft nicht in die Partie und verteidigte im Kollektiv nicht konsequent genug. „Göppingen war gegen uns super eingestellt und wir konnten nicht unsere aggressive Spielweise aufziehen“, sagt die Trainerin Veronika Goldammer.
Schenker rechnet nicht damit, dass Schmiden/Oeffingen am kommenden Samstag zum Saisonabschluss bei der HSG Leinfelden-Echterdingen patzt. Gegen die HSG Fridingen/Mühlheim will sich die HSG Stuttgart/Metzingen zumindest „ordentlich verabschieden“, so der Abteilungsleiter – und vielleicht gelingt doch die Überraschung.