Machte diesmal eine starkes Spiel auf der linken Außenposition und erzielte sieben Treffer: Hanna Hojczyk Foto: /Alessandro Marcigliano

Die Handballerinnen des HC Schmiden/Oeffingen gewinnen in der Regionalliga gegen den SV Hohenacker-Neustadt souverän mit 40:22 (20:11).

Es war schon so etwas wie eine kleine Machtdemonstration. Mit 40:22 haben die Handballerinnen des HC Schmiden/Oeffingen am Samstagabend in heimischer Halle das Rems-Murr-Derby gegen den SV Hohenacker-Neustadt gewonnen und damit den sechsten Sieg im sechsten Spiel der noch jungen Regionalliga-Saison gefeiert. „Das war ein toller Teamerfolg. Meine Spielerinnen haben bis zum Schluss konsequent durchgezogen“, sagte der Trainer Sven Bühler, der nichts zu bemängeln hatte – ausgenommen die ersten zehn Spielminuten.

 

Nach dem 5:5 läuft der HC-Motor auf Hochtouren

In denen lief bei den Gastgeberinnen nämlich nicht viel zusammen. Im Angriff unterliefen den Spielerinnen in den ersten fünf Minuten vier technische Fehler und die Abwehr glich zunächst eher einem Schweizer Käse denn dem Bollwerk, das zuletzt oftmals das Prunkstück im Spiel war. Die Folge: die stark ersatzgeschwächten Gäste – Trainer Ralf Volz hatte vier Spielerin aus der zweiten Mannschaft rekrutiert – führten nach fünf Minuten mit 4:1. Das war es dann aber mit der Herrlichkeit bei den Gästen. In der elften Minute glichen die Gastgeberinnen mit einem Tor der an diesem Abend stark spielende Hanna Hojzyk zum ersten Mal aus – 5:5. Danach lief der HC-Motor auf Hochtouren, die Gäste waren fortan chancenlos.

Der HC bestraft jeden Fehler der Gäste

Insbesondere dem Tempospiel des HC hatten die SV-Akteurinnen um ihre beste Werferin Janina Schandl (acht Tore) nichts entgegenzusetzen. Zur Pause stand es bereits 20:11. Und nach Wiederanpfiff konnte einem die SV-Schlussfrau Julia Simmler fast schon leid tun, die gänzlich von ihren Vorderleuten im Stich gelassen wurde. Jeden der nun vielen Fehler im Angriff bestraften die HC-Spielerinnen mit erfolgreich abgeschlossenen Gegenstößen. Oder sie agierten mit so viel Dampf im Positionsangriff gegen die nun noch offensivere 3:3-Abwehrformationen, dass die HC-Schützinnen immer gänzlich frei vor Simmler auftauchten.

Chantal Schmid bekommt das Vertrauen geschenkt

Nicht viel besser war es deren Kollegin Stefanie Ege in den ersten 30 Minuten ergangen. Da hatten die Gastgeberinnen die 3:2:1-Abwehr des SV immer wieder durch einfache Kreuzbewegungen ausgehebelt, sodass Ege ebenfalls fast nur freie Würfe auf ihren Kasten bekam. Dabei glänzten die Gastgeberinnen immer wieder mit dem Auge und dem Pass zur noch besser positionierten Mitspielerin. „Keine meine Spielerinnen war eigensinnig. Das war schön anzusehen“, sagte Bühler, der diesmal der jungen Torfrau Chantal Schmid von Beginn an das Vertrauen geschenkt hatte. Bis zu ihrer Auswechslung in der 44. Minute kam sie auf sieben Paraden, später hielt sie noch einen Siebenmeter von Maren Haberl (52.). „Das wir verlieren, war klar. Wir wollten gut ins Spiel kommen, das ist uns gelungen. Eine 6:0-Abwehr hätte nichts geändert“, sagte Volz.

In der Tabelle belegt der HC mit nunmehr 12:0 Punkten weiterhin den zweiten Platz hinter dem TuS Schutterwald (14:0). Das nächste Spiel bestreitet der HC am kommenden Sonntag beim TSV Bönnigheim, dem Ex-Klub von Sven Bühler.

    HC Schmiden/Oeffingen: Schmid, Hoffrichter – Hojczyk (7), Leukert (7/1), Baur (5), Gaiser (4), Bürkle (4/1), David (3), Lutz (2), Kienzlen (2), Kuhrt (2), Weckerlein (2), Brühan (1), Jennifer Jerger (1).