Die Handballerinnen des HC Schmiden/Oeffingen gewinnen bei der Bundesliga-Reserve von FA Göppingen mit 33:19.
Die Handballerinnen des HC Schmiden/Oeffingen haben in der Regionalliga den nächsten Sieg verbucht – wenn auch recht glanzlos. In der EWS-Arena im Stauferland besiegte das Team um den Trainer Sven Bühler am Samstagabend vor knapp 100 Zuschauern die gastgebende Bundesliga-Reserve von Frisch Auf Göppingen mit 33:19 (12:9). Das Punktekonto des Tabellenführers ist damit auf 24:0 angewachsen.
Linda Leukert und Kaja Ehrhardt halten den HC im spiel
Auch wenn das Ergebnis am Ende deutlich war, so war es das von Bühler erwartet schwere Spiel. Vor allem in der Anfangsphase lief bei den Gästen nicht viel zusammen. In der Abwehr fehlten die Absprache und der Zugriff, sodass die Torfrau Chantal Schmid, diesmal von Beginn an zwischen den Pfosten, einen schweren Stand hatte. Sie bekam in Göppingen die kompletten 60 Minuten lang das Vertrauen des Trainerteams. Und im Angriff fehlte zudem die Durchschlagskraft. Die Folge: die Gastgeberinnen führten nach knapp sechs Minuten mit 5:2. Dass der HC in der 20. Minute das Spiel gedreht hatte und selbst mit 8:6 führte, war zu diesem Zeitpunkt vor allem ein Verdienst von Linda Leukert. Sie tankte sich im rechten Rückraum immer wieder erfolgreich durch oder legte den Ball auf Kaja Ehrhardt – in der vergangenen Saison selbst noch im Trikot der Göppingerinnen –, die von der rechten Außenposition traf.
Erst nach zwölf Minuten Zugriff in der Abwehr
Überdies lief es nach gut zwölf Minuten auch in der Defensive besser. „Da haben sich meine Spielerinnen wohl erinnert, was wir im Training besprochen hatten“, sagte Bühler. Nämlich, dass man den Gegner, immerhin vor der Partie Tabellenvierter, nur dann knacken könne, wenn man den zumeist jungen Spielerinnen die Spielfreude nehmen würde. Und das war dann bei konsequentem Gegendruck auch der Fall.
Der HC bleibt trotzdem viel schuldig
Nichtsdestotrotz blieb der HC-Verbund in diesem Spiel viel von dem schuldig, was ihn in den vergangenen Begegnungen ausgezeichnet hatte. Das Tempospiel in der ersten und zweiten Welle ließ zu wünschen übrig, die Fehlerquote im Passspiel war hoch und auch die Chancenverwertung mangelhaft. So hatte unter anderen Kreisläuferin Silke Lutz beim Stand von 5:4 für Frisch Auf II zweimal hintereinander freistehend vergeben, und im Anschluss war Ehrhardt an Göppingens Schlussfrau Leni Hagenlocher gescheitert. Wenig verwunderlich also, dass der HC zur Pause lediglich mit drei Treffern vorn lag (12:9).
Die Außen des HC sind in Göppingen sehr treffsicher
Nur gut, dass an diesem Abend die Außenspielerinnen des HC Treffsicherheit bewiesen. Ehrhardt, Hanna Hojczyk, Leonie Weckerlein und Jennifer Jerger markierten 14 der 33 Tore. „Das macht eben auch unsere Stärke aus“, sagte Bühler, der diesmal ja verletzungsbedingt unter anderen auf Rückraumshooterin Larissa Bürkle verzichten musste. Ihre einfachen Tore fehlten, spielerische Lösungen mussten her. Doch da taten sich ihre Mitspielerinnen mitunter schwer – auch als FA auf eine extrem offensive Abwehr umstellte. Am Ende war’s trotzdem ein souveräner Sieg – weil es der HC mit zunehmender Spieldauer eben immer besser geschafft hat, den Gastgeberinnen die Spielfreude zu nehmen und selbst besser zu treffen.
HC Schmiden/Oeffingen: Schmid, Hoffrichter – Leukert (6), Hojczyk (6), Kuhrt (5/3), Ehrhardt (4), Gaiser (4), Weckerlein (3), Baur (2), Kienzlen (2), Jennifer Jerger (1), Matziol, Lutz.