Starkes Rückrunden-Auftaktduell der Handballerinnen gegen die HSG Fridingen/Mühlheim. Gegen den noch ungeschlagenen Spitzenreiter wäre mehr drin gewesen.
In einer eng und heiß umkämpften Samstagabend-Begegnung zwischen den Frauen des SV Kornwestheim und der HSG Fridingen/Mühlheim reichten die 60 Spielminuten nicht aus, um einen Sieger auszumachen. Letztendlich trennten sich die beiden Mannschaften in der Oberliga Württemberg mit 25:25 (11:11). Die Freude über das Remis war bei den Lurchis allerdings nicht so groß, wie man es nach diesem Endstand gegen den Tabellenführer hätte erwarten können.
Als um kurz vor 19 Uhr die Schlusssirene in der Sporthalle Ost ertönte, schüttelte die eine oder andere Kornwestheimer Spielerin ein wenig genervt den Kopf. Denn: gegen den Tabellenersten HSG Fridingen/Mühlheim wäre tatsächlich noch ein bisschen mehr drin gewesen als ein Unentschieden. „Wir hätten es cleverer runterspielen müssen“, zog Trainerin Cornelia Dorschner Fazit, gestand aber gleichermaßen erleichtert: „Wir sind mit der Mannschaftsleistung zufrieden.“
Innenblock aus Kaya Knoll und Nina Rück funktioniert
Von Beginn an lieferten sich die beiden Teams eine äußerst spannende und sehr ausgeglichene Partie. Die Gastgeberinnen blieben geduldig bei den Abschlüssen und stellten mit Kaya Knoll und Nina Rück einen starken Innenblock, der gut funktionierte. Im Kornwestheimer Kasten lieferte zudem Keeperin Gianna Piampiano regelmäßig Paraden, die der Dorschner-Sieben den nötigen Rückhalt gaben. Lediglich mit der offensiven Deckung der Gäste hatten die Kornwestheimerinnen etwas zu kämpfen. Das 11:11-Remis zur Halbzeit versprach 30 weitere interessante Minuten.
So war es dann auch. Über die schnelle Mitte erzielte Bengisu Duman nach einer weiteren Parade von Piampiano zur 38. Minute das 14:14. Kurz darauf gelang es den Kornwestheimerinnen mit ein bisschen Glück zunächst durch Nina Haug das 15:14 und dann mit einem wunderschönen Treffer von Sarah Müller die 16:14-Führung in der 40. Minute klarzumachen.
Lurchis nicht clever genug
Die Kornwestheimerinnen waren voll da, aber die Tabellenersten aus Fridingen/Mühlheim blieben dran. Das 17:17 fiel zur 45. Spielminute. Über 18:18, 19:19 und ein 20:20 erkämpften die Gastgeberinnen sich ein 22:20 zur 50. Minute. Diesen Vorsprung konnten die Lurchis bis zur 55. Minute sogar auf eine 24:21-Führung ausbauen. Die Gäste machten Tempo, die Dorschner-Sieben hielt dagegen. Wie die Trainerin allerdings sagte: nicht clever genug. Die Hausherrinnen kassierten zwei Zeitstrafen in Folge. „Das hat uns das Genick gebrochen“, sagte Dorschner. Bis zur letzten Spielminute kämpfte sich der noch ungeschlagene Tabellenführer wieder auf ein 24:24 heran. In den etwas wilden und ruppigen Schlusssekunden gelang dann beiden Teams noch ein finaler Treffer zum 25:25-Unentschieden.
Insgesamt gesehen ein gewonnener Punkt, dank geschlossener Mannschaftsleistung der SVK-Frauen. Damit hüpfen die Kornwestheimerinnen in der Tabelle auf Rang sechs.
SV Kornwestheim: Seiler, Piampiano – Müller (1), Heibel, A. Haug, Walter (1), Rück (5), Abdij (1), Knoll (4), Stortz (1), Duman (7), Wittauer (2), N. Haug (3), Braun.