Die Handballer des TV Oeffingen um Maximilian Pfeil verlieren am Samstagabend gegen die Gäste der SG Weinstadt mit 27:29, weil in den entscheidenden Situationen kein Spieler Verantwortung übernimmt.
Marcel Meyer war torhungrig am Samstagabend. Aber in den finalen zehn Spielminuten traf der Spielmacher des TV Oeffingen nicht mehr. Er war nicht satt, er war verletzungsbedingt gar nicht mehr dabei. Einen wie Marcel Meyer hätten die Gastgeber vor den rund 400 Zuschauern in der Schlussphase aber gut gebrauchen können. Denn die Oeffinger Handballer um den Trainer Benjamin Brack konnten sich nie absetzen von den Gästen der SG Weinstadt.
Und am Ende konnten sie nicht mehr nachsetzen, weil sie keinen ihn ihren Reihen hatten, der jetzt Verantwortung übernehmen konnte. Oder wollte. Und so verloren Marcel Meyer und seine Mitspieler diese Begegnung in der Oberliga Württemberg gegen den Aufsteiger aus Weinstadt mit 27:29 (12:13). „Der Gegner war am Ende abgezockter“, sagte Benjamin Brack nach der Niederlage im ersten Saison-Heimspiel.
In der 44. Minute führt der TVOe mit 20:18
Der Gegner aus Weinstadt war auch besser ins Spiel gekommen. Er führte mit 5:2, wenig später mit 8:4. Die Handballer des TV Oeffingen dagegen taten sich schwer im Angriff, ihre Spielzüge dauerten sehr lange und blieben oftmals ohne erfolgreichen Abschluss. In der Verteidigung packen sie nicht richtig zu, ließen die Gäste zu einfachen Treffern kommen. Erst nach gut 20 Minuten fingen sie sich, kämpften sich heran, und Marcel Meyer gelang kurz vor der Pause auch der erste Ausgleich zum 10:10. In der zweiten Spielhälfte kamen die Gastgeber besser zum Zug, jetzt angeführt von Lion Haase. Sie erarbeiteten sich in der 44. Spielminute eine 20:18-Führung, verpassten es jedoch, diesen Vorsprung weiter auszubauen. Das gelang ihnen auch in Überzahl nicht. Benjamin Brack beklagte zahlreiche angeschlagene Spieler, wollte dies aber nicht als Erklärung für die unreife Vorstellung gelten lassen.
Am Ende entscheiden Kleinigkeiten
Es folgte ein munterer Schlagabtausch, aus dem der Aufsteiger aus Weinstadt letztlich als Sieger hervorging. Weil er in Niklas Baisch oder auch Peter Stäudle Akteure hatte, die in den finalen Spielminuten Verantwortung übernahmen. Zwar gingen auch die Oeffinger Handballer jetzt noch zweimal in Führung – Tim Köhler und Maximilian Pfeil trafen –, doch es reichte nicht. Am Anfang und am Ende spielten sie zu mutlos, waren zu hektisch und haben nichts mehr hinbekommen. „Am Ende entscheiden Kleinigkeiten, und am Ende hat uns eben etwas gefehlt“, sagte Benjamin Brack. Vielleicht auch einer wie Marcel Meyer. TV Oeffingen: Siemer, Wersch – Meyer (8), Haase (5), Merz (4/3), Köhler (3), Pfeil (2), Würmle (2), Maier (1), Robin Paul (1), Wögerer (1), Frey, Soika, Zoller.