Gut gezielt: Paul Feirabend war mit neun Toren bester Schütze des TSV Schmiden. Foto: Maximilian Hamm

Die Oberliga-Handballer des TSV Schmiden trennen sich von den Gästen des TSV Wolfschlugen mit einem 27:27-Unentschieden.

Nachdem der Tormann Magnus Riegel ausgewechselt worden war, schleuderte er eine Sprudelflasche an die Hallenwand. Der Frust war verständlich, schließlich hatte er zuvor fast keinen Ball mehr zu fassen bekommen. Für die Oberliga-Handballer des TSV Schmiden um den Trainer Richard Babjak war der Wechsel zwischen den Pfosten in diesem Fall dagegen einer mit positiven Auswirkungen. Denn der eingewechselte Joshua Scheiner konnte sich in der Folge immer wieder mit Paraden auszeichnen und hielt seine Mannschaft damit im Spiel. Er war am Samstagabend vor den rund 250 Zuschauern in der heimischen Sporthalle auch maßgeblich dafür verantwortlich, dass die Gastgeber sich am Ende vom Verbund des TSV Wolfschlugen mit einem 27:27-Unentschieden trennten.

 

Eine halbe Minute vor dem Spielende konnte Joshua Scheiner eine gute Tormöglichkeit von Fabian Dirmeier entschärfen und sicherte seiner Mannschaft damit zumindest einen Punkt. Auf der anderen Seite hätte Jan Hellmann Sekunden vor Schluss von der rechten Außenposition fast noch den Siegtreffer für den TSV Schmiden erzielt, doch letztlich blieb es beim Remis.

„Die Teamleistung war gut, das Tempo auch, und in der Abwehr haben wir uns gegenseitig geholfen. Nur die Passqualität hat gefehlt“, sagte Richard Babjak nach der ersten Punkteteilung in dieser Saison. Das Hinspiel hatten die Schmidener Handballer noch mit 24:28 verloren. Mit dem jüngsten Ergebnis zeigte sich dann auch Steffen Klett zufrieden. Der Trainer des TSV Wolfschlugen, früher jahrelang beim SV Fellbach aktiv, hatte mit seiner Mannschaft zuletzt drei Niederlagen hintereinander verkraften müssen. Jetzt steht sein Team, wie auch das des TSV Schmiden, mit 19:13 Punkten im Klassement der Oberliga Württemberg knapp hinter dem Ligaprimus TV Neuhausen/Erms.

Bei den Schmidener Handballern zeigte sich Paul Feirabend wieder einmal treffsicher von der Siebenmeter-Linie – er war mit insgesamt neun Treffern auch bester Torschütze der Gastgeber. Der Kreisläufer Tobias Pichler war ebenfalls mehrmals erfolgreich, er steuerte vier Tore zum Punktgewinn bei. Es hätten vielleicht noch mehr Tore sein können, doch gerade er lebt am Kreis von der Passqualität seiner Mitspieler, und die war am Samstagabend eben nicht gut genug. TSV Schmiden: Riegel, Scheiner – Feirabend (9/4), Pichler (4), Bühler (3), König (3), Geßwein (2), Hellmann (2), Lino Klein (2), Siebel (2), Fischer, Hirning, Manuel Koch, Züfle.