Zum Debüt von Trainer Christian Auer unterliegt Handball-Oberligist SV Leonberg/Eltingen 21:25 beim TSV Schmiden – Co-Trainer Philip Schückle wird als Kreisläufer auf dem Feld benötigt.
Christian Auer war zufrieden. Einerseits. Und dann ärgerte er sich doch ziemlich. Andererseits. „Das war ein gutes Spiel meiner Mannschaft“, sagte der 33-Jährige, „sie hat alles umgesetzt, was ich gefordert habe. Aber das Ergebnis hat leider nicht gestimmt. Die null Punkte tun weh.“
Mit 21:25 (11:11) unterlag der Oberligist vor etwa 100 Zuschauern beim TSV Schmiden, dabei hatten die Leonberger 55 Minuten lang auf Augenhöhe agiert und hätten durchaus als Sieger aus der Sporthalle marschieren können. Doch als die Partie auf des Messers Schneide stand, hatten die Gastgeber die besseren Nerven und die nötige Portion Spielglück auf ihrer Seite.
Die Premiere für den Bank-Rückkehrer Christian Auer, der dem zurückgetretenen Oliver Cicione nachfolgte, war nicht von Erfolg gekrönt – nach Niederlage Nummer acht im elften Saisonspiel klebt der SV noch immer im Tabellenkeller wie ein Insekt an einem Fliegenstreifen. Dennoch hat Auer einiges an Optimismus aus der Begegnung mitgenommen. „Es gab zwar nichts Zählbares, aber das war ein Schritt in die richtige Richtung“, bemerkte der 33-Jährige.
Optimismus trotz Niederlage
Denn die Mannschaft hatte in Schmiden diesen unbedingten Zusammenhalt und die ungebremste Einsatzfreude bewiesen, die Auer vor der Partie vehement gefordert hatte, weshalb er sich in seiner Arbeit bestärkt sieht. „Die Jungs haben sich auch strikt an unseren Matchplan gehalten“, bemerkte Auer zufrieden, „wir haben wirklich gut gearbeitet. Das nehme ich positiv mit.“
Die Leonberger Handballer hatten seit der Amtsübernahme von Auer am vergangenen Montag verstärkt an den Defensive gearbeitet und die Trainingseinheiten in Vorbereitung auf das Schmiden-Spiel entsprechend abgestimmt. Mit Erfolg. In der Abwehr agierten die Gäste stark und konnten sich auch auf Torhüter Dennis Kellner verlassen, der insgesamt 16 Bälle parierte. Vielleicht hatte darunter die Offensive ein wenig gelitten. Im Angriff gelangen nur wenige schnelle Treffer mit er ersten oder zweiten Welle. Auch vom Rückraum ging zu wenig Torgefahr aus, sodass sich die Gäste jeden Treffer hart erkämpfen mussten.
Co-Trainer Schückle muss spielen
Außerdem fehlten in Bernhard Kutzner (Schulterverletzung) und Nico Eusterholz (verhindert) beide etatmäßigen Kreisläufer – so kam Co-Trainer Philip Schückle unerwartet zum Comeback auf dem Spielfeld. Er hatte seine Karriere nach der vergangenen Saison beendet und war auf die Position des Co-Trainers gewechselt. Dass Schückle kaum etwas verlernt hat, unterstrich er mit seinen fünf Treffern, was Christian Auer honorierte: „Eine super Leistung von Philip.“ Für den neuen Coach war dieser Einsatzwille eine weitere Bestätigung, dass die gesamte Mannschaft mitzieht, um den Karren aus dem Schlamassel zu bugsieren.
Dass es gegen den TSV Schmiden nicht zu Punkten gereicht hat, lag an entscheidenden Fehlern im Angriff – dreimal tauchte in der Schlussphase ein Leonberger frei am Kreis auf, dreimal landete der Ball nicht im Tor. Auf der Gegenseite zeigten die Schmidener, wie man in der Crunch-Time agiert. „Wir haben in den letzten fünf Minuten kein Tor geschossen“, bemerkte Christian Auer ernüchtert, „so kannst du nicht gewinnen.“ Könnte sein, dass der Coach vor der Partie am Samstag (20 Uhr) gegen die HSG Langenau/Elchingen sich verstärkt der Offensive widmet. SV Leonberg/Eltingen: Kellner, Schneider; Schückle (5), Hönig (3), Oral (3), Salathe (3), Wiederhöft (3/1), Zimmermann (3), Fischer (1), Hönninger, Klatte, Rühle, Strkalj.