Der SV Leonberg/Eltingen setzt sich im Oberliga-Duell beim TV Weilstetten mit 30:29 durch, wo die Mannschaft in den vergangenen drei Jahren immer verloren hatte.
Eine Woche nach der unglücklichen Heimniederlage gegen den TuS Schutterwald fanden die Oberliga-Handballer des SV Leonberg/Eltingen die passende Antwort. Nach drei Niederlagen in den Jahren zuvor setzte sich die Mannschaft um Kapitän Christoph Hönig erstmals beim TV Weilstetten mit 30:29 (19:14) durch, hat damit wieder ein ausgeglichenes Punktekonto.
„Am Ende ist es ein bisschen ein Krimi geworden, nach einer klaren Sechs-Tore-Führung haben wir leider ein bisschen zu naiv agiert“, meinte Hönig selbstkritisch.
Weilstetten gleicht deutliche Führung wieder aus
Nach einem 16:22-Rückstand in der 38. Minute hatte Weilstetten nach einer Auszeit in der 54. Minute beim 27:27 wieder den Gleichstand geschafft und ging 100 Sekunden vor Schluss sogar erstmals seit langer Zeit in Führung. Doch in der Schlussphase behielten die Gäste die Nerven: Niklas Bolkart glich zum 29:29 aus, und Geburtstagskind Joshua Denk verhinderte mit einer starken Parade einen erneuten Rückstand.
Zehn Sekunden vor der Schlusssirene sorgte Yannik Oral mit seinem elften Treffer für die 30:29-Führung, nachdem die Schiedsrichter bereits Zeitspiel signalisiert hatten. Im Gegenzug bekam die SV-Abwehr noch einen Block bei einem Konter hin und rettete so den knappen Auswärtserfolg. „Da war am Ende auch ein bisschen Glück dabei“, räumte Kapitän Christoph Hönig ein.
Technische Fehler und ein bisschen Respekt
In die unkomfortable Situation hatten sich die SV-Handballer jedoch selbst gebracht: Zwischen der 40. und 55. Minute leisteten sich die Gäste einige technische Fehler und Fehlwürfe, auch das anschließende Rückzugsverhalten war alles andere als optimal. „Da war vielleicht unterbewusst ein bisschen der Respekt vor der stimmungsvollen Halle im Hinterkopf“, vermutete Hönig. Zudem gelang es dem SV Leonberg/Eltingen mehrfach nicht, die nummerische Überzahl auf dem Feld nach Zeitstrafen gegen die Gastgeber in Tore umzumünzen.
In der ersten Hälfte hatten die SV-Handballer über weite Strecken wie der sichere Sieger ausgesehen. Nur in der Anfangsphase konnte der TV die Begegnung ausgeglichen gestalten. Nach einem 2:4-Rückstand (4.) lagen die Gastgeber mit 8:6 (9.) und 12:10 (17.) vorne. „In der Anfangsphase hat Weilstetten mit fast jedem Wurf getroffen. Die Gegentore fielen alle aus der ersten und zweiten Welle, weil wir nicht gut zurückgelaufen waren“, monierte Christoph Hönig.
Max Schneider hält den Sieg bei seiner Rückkehr fest
Dies stellten die Gäste jedoch in der Folge ab und machten aus dem Zwei-Tore-Rückstand durch einen 9:2-Lauf bis zur Pause eine komfortable 19:14-Führung. Ein mitentscheidender Faktor dafür waren die zahlreichen Paraden von Max Schneider zwischen den Pfosten des SV-Tores, der nach seiner Verletzung erstmals wieder spielen konnte. Am kommenden Samstag erwartet der SV Leonberg/Eltingen den TSV Altensteig, dann planmäßig auch mit einem neuem Trainer auf der Bank. SV Leonberg/Eltingen: Schneider, Denk; Oral (11), Salathe (5), Kutzner (4), Wanner (3), Hönig (3), Klatte (2), Kost (1), Bolkart (1), Hönninger, Strkalj, Schreiner, Laib, Fatnassi