Noch einmal alles reinwerfen: Philipp Wanner (im Wurf) will sich mit der SG H2Ku Herrenberg gegen den SV Leonberg/Eltingen gut aus der Saison verabschieden. Foto: Eibner/Florian Schust

Das Hinspiel hat die Saison der SG H2Ku Herrenberg in der Handball-Oberliga entscheidend verändert. Nun wollen sich die Mannen von Trainer Jörg Ebermann beim SV Leonberg/Eltingen dafür rächen.

Wenn am Sonntag (17 Uhr) der SV Leonberg/Eltingen auf die SG H2Ku Herrenberg trifft, ist dies nicht nur ein Kreisderby, sondern auch gleichzeitig der Abschluss der Saison in der Handball-Oberliga der Männer. Auch wenn es auf den ersten Blick um kaum etwas geht, dürften beide Teams hochmotiviert an den Start gehen.

 

Es war das letzte Spiel der Hinrunde. Die Leonberger kamen arg gebeutelt mit nur sechs Punkten aus zwölf Partien als Tabellenvorletzter nach Herrenberg und trafen auf einen Gegner, der nicht nur acht Pluszähler mehr auf dem Konto hatte, sondern zu jener Zeit auch noch Ambitionen nach oben hegte. Das deutliche 32:27 für die Gäste unter ihrem neuen Trainer Chris Auer war der Beginn einer Serie von sechs Siegen in Folge, die das Abstiegsgespenst aus der Halle vertrieb.

Die H2Ku-Männer hingegen gerieten durch diese Niederlage in den Sog nach unten, der ihnen später sogar noch akute Abstiegssorgen einbrachte. Für Herrenbergs Co-Trainer Christian Dürner waren die Pleiten damals in Oeffingen und eben zuhause gegen Leonberg prägnante Einschnitte im Saisonverlauf. „Diese beiden Niederlagen haben wir monatelang mitgeschleppt“, so Dürner.

Inzwischen hat sich aber auch das Gäu-Team aller Abstiegssorgen entledigt und kann somit entspannt in die letzte Partie in die Sporthalle beim Sportzentrum Leonberg gehen. Von einem Betriebsausflug wollen aber weder Trainer noch Mannschaft etwas wissen. „Wir können in der Tabelle noch nach oben klettern. Diese Chance wollen wir nutzen“, sagt H2Ku-Coach Ebermann. Der Sprung auf Platz sechs wäre für die Gäste im besten Fall möglich.

Für die Hausherren sieht es in der extrem ausgeglichenen Liga ähnlich aus. Hier könnte es in der günstigsten Konstellation sogar bis auf Platz fünf gehen. Für beide Teams gibt es also keinen Grund zum langsamen Ausklingen der Runde. Außerdem will sich traditionell natürlich jede Mannschaft mit einem guten Gefühl in die Sommerpause verabschieden.