Angeschlagene Boxer – oder in diesem Fall Handballer – sind die gefährlichsten. Deshalb müssen die Oberliga-Männer der SG H2Ku Herrenberg bei der HSG Konstanz II auf der Hut sein.
Noch ein Mal vor dem Jahreswechsel haben die Oberliga-Handballer der SG H2Ku Herrenberg die Gelegenheit, einen wichtigen Schritt Richtung Tabellenmittelfeld zu machen. Dabei treffen sie am Sonntag (16:10 Uhr) bei der HSG Konstanz II auf einen angeschlagenen Gegner.
Die Gastgeber haben momentan keine einfache Zeit. Dass sie ein ausgeglichene Punktekonto aufweisen, haben sie ihrem beeindruckenden Start zu verdanken, dem im weiteren Hinrundenverlauf allerdings fünf Niederlagen in Serie folgten. Das Problem der Truppe vom Bodensee ist dabei mit dem des Gäuklubs vergleichbar. Denn auch der hat – mit Ausnahme der beiden Kreisläufer Finn Böhm und Nik Wittke sowie Janek Förch – ein sehr junges Team. Beide Mannschaften verlieren nach Fehlern zu schnell das Selbstvertrauen und geraten dadurch in einen Negativstrudel.
Fairerweise muss man aber auch erwähnen, dass bei der HSG II absolute Leistungsträger wie Tim Enninghorst immer mal wieder im Drittligateam eingesetzt werden. „Die Konstanzer haben alle Qualität“, weiß Herrenbergs Coach Jörg Ebermann. Er und seine Schützlinge hoffen indes, dass der Heimsieg vom vergangenen Wochenende gegen den TV Ehingen eine Initialzündung war. „Wir müssen die gleiche Leidenschaft wie bei diesem Spiel zeigen“, fordert Ebermann. Gespannt ist er vor allem darauf, ob seine Jungs dieses geforderte Feuer auch in einer fast leeren Schänzle-Halle entfachen können.
Auch die Aufstellung ist noch eine Unbekannte. Klar ist, dass mit Janek Förch einer der Spielmacher ausfällt. Der Routinier plagt sich noch immer mit Leistenproblemen. Bei seinen Kollegen gab es, wie häufig in dieser Jahreszeit, einige Erkältungskranke beim Training unter der Woche. Ebermann hofft dennoch auf deren Einsatz am Sonntag.