Nicht nur Oliver Sudar (li.) überzeugte bei der SG H2Ku Herrenberg: Das gesamte Team drehte im Angriff ordentlich auf. Foto: Eibner/Daniele La Rocca

Nach einem klaren Sieg gegen einen direkten Rivalen im Tabellenkeller flammt bei den Oberliga-Handballern der SG H2Ku Herrenberg plötzlich die Hoffnung auf den Klassenerhalt wieder auf.

Die Oberliga-Handballer der SG H2Ku Herrenberg haben in einem wahren Offensivspektakel die HSG Konstanz II förmlich aus der Markweghalle gefegt. Das 44:32 gegen einen direkten Rivalen im Tabellenkeller nährt die Hoffnungen auf den Klassenerhalt noch ein bisschen mehr. Der Rückstand auf das rettende Ufer beträgt zwei Spieltage vor Schluss nur noch einen Zähler.

 

Der Druck war maximal. Nur ein Sieg gegen die direkt vor den Gastgebern platzierte Drittligareserve vom Bodensee würde die Flamme weiter lodern lassen. Eine Niederlage hätte den sicheren Abstieg bedeutet. Im Wissen darum legten die Hausherren los wie die Feuerwehr.

SG H2Ku Herrenberg setzt gegen den HSG Konstanz II auf Tempo

„Wir wollten lange Positionsangriffe unbedingt vermeiden, da der Gegner insgesamt eine gute Abwehr stellt“, begründete Coach Tim Gauß das hohe Tempo. Diese Taktik sorgte für einen guten Ertrag. Ein 5:6-Rückstand war das endgültige Wecksignal für die Einheimischen, die bereits vor dem Kabinengang ein Feuerwerk zündeten. Da auch die Defensive zumindest phasenweise überzeugte, ging es beim 21:17 mit einem Ergebnis in die Pause, das auch ein Schlussresultat hätte sein können.

Von einem Ende waren die Hausherren an diesem Abend allerdings noch weit entfernt. Ganz im Gegenteil. Als ein deutliches 28:20 von der Anzeigetafel leuchtete, reagierte der Konstanzer Trainer Jonas Hadlich mit einer Auszeit. Sein Herrenberger Gegenüber hingegen nutzte die einminütige Unterbrechung für eine klare Ansage: „Belohnt euch mit dem Sieg und holt den direkten Vergleich“, forderte Gauß.

Defensiv packten Lukas Bechinka (li.), Finn Böhm (re.) und die SG H2Ku Herrenberg ebenfalls ordentlich zu. Foto: Eibner/Daniele La Rocca

SG H2Ku Herrenberg sichert sich direkten Vergleich mit HSG Konstanz II

Für dieses wertvolle Detail war ein Erfolg mit mindestens sechs Toren Unterschied vonnöten. Und die SG ließ auch in der restlichen Spielzeit keinen Zweifel daran aufkommen, dies tatsächlich zu erreichen. Der überzeugende Oliver Sudar sorgte mit dem 37:27 für den ersten zweistelligen Vorsprung. Vorne spielte sich H2Ku vor den über 300 Zuschauern in einen Rausch. Und hinten agierte die Truppe sattelfest, während Keeper David Herz immer wieder die wichtigen Würfe entschärfte.

Das überdeutliche 44:32 verschafft dem Team wieder etwas Luft zum Atmen, bevor es am kommenden Sonntag zum nächsten Endspiel beim Tabellenvierten SG Pforzheim/Eutingen II kommt.

SG H2Ku Herrenberg: Herz (1), Sauer; Kälbly (2), Lohrer (1), Böhm (6), Sudar (8), Bechinka (1), Fischer (2), Frommer (7), Jacobs, Krebs (5), Wittke (8/davon 1 Siebenmeter), Lewe (2), Dannenberg (1).