Nach dem Ausgleich zum 11:11 durch Paul Lewe brach es über die SG H2Ku Herrenberg herein. Foto: Eibner/Daniele La Rocca

Eigentlich legten die Oberliga-Handballer der SG H2Ku Herrenberg in ihrem jüngsten Auswärtsspiel einen Traumstart hin. Doch der war schnell verpufft, es ging mal wieder rapide bergab.

Für die Oberliga-Handballer der SG H2Ku Herrenberg gab es im Abstiegskampf nicht nur erneut keine Punkte. Mit dem 31:41 bei der SG Heidelsheim/Helmsheim setzte es sogar eine deutliche Schlappe. Besonders ärgerlich war, dass ein vielversprechender Beginn in nur kurzer Zeit zum sportlichen Desaster wurde.

 

Schon die ungünstige Anwurfzeit hatte für Verdruss gesorgt. Sich an einem späten Freitagnachmittag über die A8 Richtung Pforzheim zu quälen, dürfte alles andere als eine optimale Vorbereitung auf die so wichtige Partie gewesen sein.

Traumstart der SG H2Ku Herrenberg bei der SG Heidelsheim/Helmsheim

Doch diese Bedenken schienen sich schnell zu verflüchtigen. Hellwach waren die Gäste bei jedem Fehler der Einheimischen zur Stelle. Und da es derer in der Startphase genug gab, legte der Tabellendrittletzte aus dem Gäu einen 6:1-Traumstart hin. Die Gastgeber wie auch die Zuschauer in der Bruchsaler Sporthalle schienen verdutzt ob dieses Auftretens. „Vielleicht hat der Gegner nicht mit einer solchen Gegenwehr gerechnet“, mutmaßte H2Ku-Coach Tim Gauß.

Noch mehr dürften die Hausherren aber gestaunt haben, wie leicht sie selbst wieder zurück ins Geschehen fanden. Bis zum 9:4 lagen die Herrenberger vorn, bereits drei Minuten später mussten sie den Ausgleich zum 9:9 hinnehmen. Doch damit nicht genug. Zwar ließ der Gegner noch das 11:11 durch Paul Lewe zu, aber danach überrannte er den abstiegsbedrohten Rivalen förmlich. Beim 13:22 hing die SG H2Ku schon in den Seilen, nur der Pausenpfiff beendete die einseitige Vorführung.

Auch eine zwischenzeitliche Aufholjagd kann die SG H2KU Herrenberg nicht vor einer Packung bewahren. Foto: Imago/Eibner

SG H2Ku Herrenberg versucht es mit anderer Abwehrformation

Nach dem Seitenwechsel starteten die Gäste mit einer offensiveren 5:1-Abwehr. „Wir mussten einen neuen Reiz setzen“, begründete Tim Gauß die Maßnahme. Diese Variante mit dem vorgezogenen Lennart Lohrer brachte auch insofern Erfolg, dass sich der Rückstand immerhin nicht weiter vergrößerte.

Mit dem 25:31 durch Florian Dannenberg waren die Herrenberger eine Viertelstunde vor dem Ende letztmalig in Sichtweite des Gegners. Von nun an schwanden zu allem Überfluss auch noch die Kräfte bei der ersatzgeschwächten Truppe. „Uns fehlten am Ende die personellen Alternativen“, musste auch der Coach erkennen.

Kleine Aufholjagd der SG H2Ku Herrenberg ist bald verpufft

So war die kleine Aufholjagd bis Mitte der zweiten Halbzeit auch schnell Makulatur, und am Ende stand mit dem 31:41 eine Packung auf der Anzeigetafel.

SG H2Ku Herrenberg: Herz, Sauer; Kälbly (5), Lohrer (1), Broß, Böhm (2), Fischer (1), Frommer (2), Jacobs (1), Krebs (4), Wittke (7/davon 3 Siebenmeter), Lewe (3), Dannenberg (5).