Im neuen Jahr wird vor den Handballern der SG H2Ku Herrenberg viel Arbeit liegen, wenn sie den Abstieg aus der Oberliga vermeiden wollen. Das zeigte auch die jüngste Niederlage auf.
Es sollte der versöhnliche Abschluss einer enttäuschenden Hinrunde werden. Doch für die Oberliga-Handballer der SG H2Ku Herrenberg wurde es nichts mit zwei Siegen in Folge zum Jahresabschluss. Das 28:33 bei der HSG Konstanz II brachte zwar keine tabellarische Verschlechterung mit sich, der drittletzte Rang ist aber dennoch weit von den Ansprüchen entfernt.
Schon vor Spielbeginn war klar, dass die Gäste mit einer großen Hypothek antreten würden müssen. Mit Nik Wittke und Paul Lewe fehlten krankheitsbedingt zwei Akteure, die beim Heimsieg vor einer Woche zu den tragenden Säulen gehört hatten. Diese Schwächung war zwar nicht ursächlich für die Niederlage, es fehlten dem Kader dadurch am Ende aber ein paar Kraftreserven, um die Sache noch einmal zu drehen.
Für SG H2Ku Herrenberg läuft bei HSG Konstanz II nicht alles nach Wunsch
Doch schon in der ersten Halbzeit lief längst nicht alles nach Wunsch. Vor allem ließ die Mannschaft Feuer und Leidenschaft vermissen. „Unserem Angriff fehlte das gewisse Etwas. Und in der Abwehr überzeugte nur David Herz im Tor“, brachte es Trainer Jörg Ebermann auf den Punkt. Trotz dieser Kritikpunkte waren seine Schützlinge beim 14:15 zur Pause noch voll dabei.
Wie der zweite Abschnitt begann, erinnerte sehr an viele Partien der jüngsten Vergangenheit. Einmal mehr nahm sich der Gäuklub eine spielerische Auszeit. Nicht lange zwar, aber dennoch reichte ein 1:5- Lauf, um früh die Felle davonschwimmen zu lassen. Aufholen konnten die Herrenberger das nicht mehr. Mehrfach gab es die Möglichkeiten dazu, aber der Coach stellte frustriert fest: „Jedes Mal, wenn wir die Chance zum Verkürzen hatten, konnten wir sie nicht nutzen.“
Als zu Beginn der Schlussviertelstunde beim Stand von 21:25 mit Leon Ulmer ein Konstanzer nach einem Foul an Oliver Sudar mit Rot vom Parkett musste, schien dieser Moment wie geschaffen für ein Aufraffen. Doch weder die Überzahl noch die Minuten danach konnten genutzt werden. Im Gegenteil, die Hausherren setzten sich weiter ab und hatten bald den Erfolg sicher.
„Wir hätten heute einen Big Point holen können“, stellte Ebermann enttäuscht fest. Eine Woche wird nun noch trainiert, bevor es in die Weihnachtspause geht. „Im neuen Jahr werden wir dann intensiv an einigen Stellschrauben drehen müssen“, kündigt der Übungsleiter schon jetzt eine intensive Vorbereitung auf die Rückrunde an.
SG H2Ku Herrenberg: Herz, Rhotert; Dannenberg, Kälbly (1/davon 1 Siebenmeter), Werner (5), Böhm (5), Sudar (5), Stiegen (3), Bechinka (1), Fischer (2), Frommer (1), Jacobs (1), Krebs (4).