Die Handballerinnen des SV Leonberg/Eltingen mühen sich zum 32:31 (11:14) über das Kellerkind Tus Helmlingen. Umstellungen von Trainer Gehrmann als Schlüssel zum Erfolg.
Es gibt ja diese unverwüstlichen Sport-Bonmots wie „wichtig ist, wer beim Schlusspfiff führt“. Den Sinn des Spruchs haben die Oberliga-Handballerinnen des SV Leonberg/Eltingen am Samstag recht punktgenau umgesetzt. Fast die gesamte Spielzeit lagen die Wildcats gegen Tus Helmlingen zurück – nach 54:14 Minuten gab es die erste Führung und nach der Schlusssirene stand es 32:31 für die Gastgeberinnen vor 100 Fans.
„Es war spielentscheidend, dass wir die Abwehr in der zweiten Hälfte auf 5-1- umgestellt haben“, sagte Trainer Frank Gehrmann, „das hat unseren Gegner aus dem Konzept gebracht.“ Die Wildcats liegen zwei Spieltage vor Saisonschluss auf einem komfortablen fünften Platz.
Dabei hatte die Begegnung gegen den Abstiegskandidaten übel begonnen. Im Angriff des SV herrschte ziemliche Konfusion, zwar erspielten sich die Wildcats gute Chancen, doch die Verwertung war mangelhaft. „Elf Tore in 30 Minuten sind zu wenig“, kritisierte Gehrmann, „die Abwehr stand ganz gut.“ Also baute der Coach im Team um, beorderte Alina Ridder auf Rechts- und Simona Schmaderer auf Linksaußen sowie Tina Berkemer im Rückraum auf die Halb-Position.
Ab Minute 40 geht es aufwärts
Damit fanden die Wildcats allmählich ins Spiel und bauten von Minute 40 den Rückstand sukzessive ab – der Zug zum Tor war endlich vorhanden. Und die Gäste hatten mit der 5-1-Defensive Probleme. „Die Umstellungen waren die richtigen Kniffe“, freute sich Gehrmann und erteilte den Torhüterinnen Melanie Glaser und Vivienne Talmon L’Armee von den Frauen 2 ein Lob, Stammkraft Lani Gronwald weilte auf Lehrgang beim US-Team: „Sie haben stark gehalten.“ SV Leonberg/Eltingen: Glaser, Talmon L’Armee; Ridder (8), Schmaderer (7), Wolf (7), Bergthold (6), Lia Thines (3), Berkemer (1), Conzelmann, Karwounopoulos, Ohlau, Steigleder, Lily Thines, Ulrich