Die Oberliga-Handballerinnen der SG H2Ku Herrenberg haben erfolgreich einer Erkältungswelle innerhalb des Teams getrotzt. Mit einem souveränen Sieg verteidigten sie die Tabellenführung.
Mit einigen Widrigkeiten hatten die Oberliga-Handballerinnen der SG H2Ku Herrenberg zwar zu kämpfen, doch am Ende gelang ihnen ein souveränes 36:30 gegen Mitabsteiger TSV Heiningen. Noch in der vergangenen Saison standen sich beide Teams in der Regionalliga gegenüber. Nun geht ihr Weg in verschiedene Richtungen. Während die zum Großteil zusammengebliebenen Kuties ganz oben auf der Erfolgswelle schwimmen, belegen die Gäste nach einem Umbruch einen Mittelfeldplatz.
Allerdings war das durch eine Erkältungswelle, die unter der Woche über den Gäuklub hereinbrach, alles Makulatur. Für die Einheimischen ging es vor allem darum, im letzten Duell des Kalenderjahres mit ihrer arg gebeutelten Mannschaft irgendwie über die Runden zu kommen. „Die verbliebenen Spielerinnen sollten so lange auf dem Feld stehen, wie es ging“, erklärte Trainer Heiko Fleisch seine Marschroute. Das galt vor allem für seinen Innenblock mit Sandra Kußmaul und Katrin Schröder. Und so hoffte nicht nur der Coach , dass möglichst schnell eine Vorentscheidung fallen würde.
Defensive der Kuties lässt anfangs zu viel für den TSV Heiningen zu
Diesen Gefallen konnten ihm seine Schützlinge aber nicht tun. Zwar gelang im Angriff fast alles, die Defensive ließ aber nach dem ersten Durchgang einen verärgerten Übungsleiter zurück. Dass es dennoch beim 21:17 zu vier Toren Vorsprung reichte, hatte viel mit Sofia Brand und Stefanie Schoeneberg zu tun, die vor der Pause zusammen 17 Treffer erzielten.
Nach dem Wiederanpfiff konnten die Heiningerinnen dann noch eine Weile bis zum 25:22 mithalten. Die Hoffnung, die bis dahin bei ihnen herrschte, wurde danach allerdings jäh zerstört. Acht Zeigerumdrehungen brauchten die Herrenbergerinnen, um uneinholbar auf 32:24 davonzuziehen. Eingebettet darin war auch eine viel kompakter agierende Abwehr mit einer starken Isabel Göhlich im Kasten dahinter. Dass knapp zehn Minuten vor dem Ende dennoch kein großer Jubel aufseiten der Gastgeberinnen aufkam, hatte mit Sofia Brand zu tun. Die quirlige Rückraumspielerin knallte nach einem eher harmlosen Zweikampf auf den Boden und musste mit drei Personen vom Parkett getragen werden. Erst als sie nach langem Bangen wieder hinter der Auswechselbank auftauchte, konnte die ganze Truppe das ungefährdete 36:30 feiern.
Nach den Ergebnissen vom Wochenende bleibt momentan die HSG Böblingen/Sindelfingen als ärgster Verfolger für die SG H2Ku übrig. In der kommenden Woche kann letztere entspannt auf die Konkurrenz schauen, sie selbst greift erst 2026 wieder ins Geschehen ein und möchte nach der Auszeit natürlich an der Spitze bleiben.
SG H2Ku Herrenberg: Harm, Göhlich, Istrati; Schoeneberg (10/davon 3 Siebenmeter), Schäberle (4), Kappus (4/3), Stäudle (2), Kußmaul (4), Seidel, Schweizer (2), Gramer, Brand (9), Schröder, Lide (1).