Quasi mit dem Pausenpfiff markierte Svenja Hille die erste 5-Tore-Führung für die BöSis. Foto: Marco Iker

Die Oberliga-Handballerinnen der HSG Böblingen/Sindelfingen haben ihre Pflichtaufgabe beim Tabellenvorletzten erfüllt.

Lange Fahrt, kurzer Prozess: Die Oberliga-Handballerinnen der HSG Böblingen/Sindelfingen haben souverän mit 34:30 beim Tabellenvorletzten TV Gerhausen gesiegt und bleiben im Rennen um Rang drei.

 

Unter diese Partie setzte der Trainer schnell einen Haken. „Wir hätten deutlicher gewinnen können“, wusste Mischa Herok. Abgesehen davon war er mit der Leistung jedoch zufrieden: „Wir mussten hier nie wirklich zittern.“

HSG Böblingen/Sindelfingen hat richtige Antworten beim TV Gerhausen

Auch nicht, als die Gastgeberinnen kurz vor dem Ende durch Matea Mazurin den Vorsprung der BöSis auf 31:29 schmelzen ließen. Denn auch darauf hatten Julia Stauder, Julia Zeller und Lena Zeller mit drei Treffern in Folge die richtige Antwort.

Das spiegelte den Spielverlauf über die gesamte Dauer ganz gut wider. Dank einer stabilen Abwehr und einer starken Leni Hagenlocher zwischen den Pfosten kamen die Gäste früh ins Laufen. Quasi mit dem Pausenpfiff sorgte Svenja Hille mit dem 15:10 für die erste 5-Tore-Führung des Tages.

Pausenvorsprung der BöSis beim TV Gerhausen hätte höher sein können

Ein klarer Vorsprung, der sogar noch höher hätte ausfallen können. Das holten Lena Münch und Kira Stoll nach dem Wiederanpfiff schnell nach. Bei einem klaren Verlauf hatte Herok die Gelegenheit, ein bisschen zu rotieren. „Trotz der vielen Wechsel kam nie ein Bruch ins Spiel“, lobte der Übungsleiter.

Dass die Partie in der Folge ein wenig an Fahrt verlor, lag auch daran, dass die Gastgeberinnen ihre Angriffe lange ausspielen durften, ohne in Gefahr eines Zeitspiels zu kommen. Auch mit der einen oder anderen der insgesamt sieben Zeitstrafen war Herok nicht einverstanden. „Am Ende ist alles egal“, winkte er ab. „Wir haben die nächsten zwei Punkte geholt. Nur das zählt.“ Mit den Zählern im Gepäck ließ sich auch die etwa anderthalbstündige Rückfahrt besser aushalten.

HSG Böblingen/Sindelfingen: Hagelocher, Kilper; S. Hille (4), Mayer, Terbeck, J. Zeller (3), Münch (2), Stoll (5), P. Hille (2), Stauder (4), L. Zeller (6/davon 3 Siebenmeter), Schandl (5), Matziol (3/1).