Lea Matziol konnte eine hundertprozentige Trefferquote am Kreis vorweisen. Foto: Marco Iker

Die Oberliga-Handballerinnen der HSG Böblingen/Sindelfingen zeigen trotz Harzverbot bei der SG Dornstetten die richtige Reaktion auf die erste Niederlage und fahren einen Sieg ein.

Die Handballerinnen der HSG Böblingen/Sindelfingen haben die erste Niederlage in der Oberliga schnell abgeschüttelt. Bei der SG Dornstetten haben sie einen 36:25-Erfolg eingefahren. „Wir haben uns schnell wieder gefangen“, freute sich Trainer Mischa Herok über den klaren Sieg.

 

Dieser hätte zwar deutlicher ausfallen können, denn wie schon in der Woche zuvor haperte es erneut an der Offensive, „aber unter den Umständen musst du auch erstmal 36 Tore machen“, nickte der Coach. Denn die Riedsteighalle ist die einzige in dieser Klasse, in der ohne Harz gespielt wird. „Da waren wir im Vorfeld schon ein bisschen skeptisch“, gab Mischa Herok zu.

HSG Böblingen/Sindelfingen kann nicht an Glanzleistungen anknüpfen

So konnten seine Schützlinge zwar nicht an ihre Glanzleistungen aus den ersten Partien anknüpfen, „aber dennoch haben wir es gut gelöst“. Das Grundgerüst dafür war einmal mehr die stabile Abwehr. „Da hätten wir mehr draus machen können“, fand der Übungsleiter.

Doch nach vorne schlichen sich immer wieder Fehler ein. Die Außenspielerinnen Mascha Heiser und Janina Schandl wurden trotzdem immer wieder gefunden. Mit sieben und fünf Treffern vollstreckten beide auch mehrfach, ließen jedoch auch einige Dinger liegen. Allein 16 Ballverluste und Fehlwürfe hat Mischa Herok insgesamt in der ersten Hälfte gezählt.

So konnten die Gastgeberinnen das Geschehen lange Zeit offen gestalten. Dann zogen die Gäste aber erstmals davon. Sie nutzten zwei Überzahlsituationen eiskalt aus, um von 11:9 auf 16:10 davonzuziehen. Auch nach der Pause waren die BöSis sofort hellwach. Mascha Heiser, Lea Matziol, die vom Kreis eine hundertprozentige Trefferquote vorweisen konnte, und Svenja Hille erhöhten auf 19:12. Die Einheimischen schlugen zurück und legten einen 5:0-Lauf hin, kamen beim 20:22 wieder auf zwei Treffer heran. Plötzlich war das Duell wieder offen. Dann sprang Sophie Hilf in die Bresche und steuerte vier wichtige Treffer bei. Beim 28:22 war der Zahn der Schwarzwälderinnen gezogen.

Hintenraus wurde es dann noch richtig deutlich. „In der Schlussphase haben wir nochmal Gas gegeben“, lobte Mischa Herok, der sich darüber freute, dass seine Mannschaft erneut geschlossen agierte und so auch dieses unangenehme Auswärtsspiel gemeistert hat. „Jetzt stehen wir mit 10:2 Punkten mehr als ordentlich da“, betonte er.

HSG Böblingen/Sindelfingen: Kilper, Hagenlocher; S. Hille (4), Mayer, Heiser (7/davon 1 Siebenmeter), Baker, Münch (2), P. Hille (3), Stauder (3), Hilf (4), Zeller (2), Schandl (5), Matziol (6/2).