Die Handballerinnen der HSG Böblingen/Sindelfingen lassen auch dem TSV Denkendorf im nächsten Oberliga-Verfolgerduell keine Chance. Mit dem 28:22 auswärts untermauern sie Rang zwei.
Die HSG Böblingen/Sindelfingen nistet sich immer mehr auf dem zweiten Tabellenplatz in der Handball-Oberliga der Frauen ein. Nun hat sie auswärts im nächsten Verfolgerduell auch den TSV Denkendorf beim 28:22 klar in die Schranken gewiesen und damit ihren Rang gefestigt. „Damit können wir sehr zufrieden sein“, meinte Trainer Mischa Herok.
Die Grundlage für den deutlichen Erfolg legten seine Schützlinge einmal mehr in der Abwehr. Besonders im zweiten Durchgang brannte da kaum mehr etwas an. Bis zum Anbruch der Schlussphase ließen die Gäste im zweiten Durchgang gerade einmal fünf Treffer zu. „Das war wirklich sehr stark“, lobte der Coach. Auch nach vorne lief es phasenweise richtig gut.
BöSis erwischen beim TSV Denkendorf einen guten Start
So erwischten die BöSis einen guten Start. Die ersten 20 Minuten waren wie aus einem Guss. Mascha Heiser, Janina Schandl und die starke Pauline Hille sorgten beim 8:3 früh für den ersten klaren Vorsprung. Doch dann kam der Rhythmus ein wenig abhanden. Was auch an der einen oder anderen zweifelhaften Entscheidung der Unparteiischen lag. Wie zum Beispiel die Rote Karte für Janina Schandl, in deren Anschluss ihre Kolleginnen zudem für vier Minuten in Unterzahl agieren mussten. So kamen die Gastgeberinnen bis zur Pause wieder auf 12:12 heran.
Doch diesmal hielt die Schwächeperiode nur kurz an. Mit Wiederanpfiff war die HSG wieder voll da. Als dann beim Gegner Jule Riehs mit der dritten Zeitstrafe disqualifiziert wurde und Heiser zum 15:13 verwandelte, lief alles in Richtung von Böblingen/Sindelfingen. Ohne ihre torgefährlichste Spielerin fehlte den Denkendorferinnen die Durchschlagskraft im Angriff.
Zudem präsentierte sich Leni Hagenlocher im BöSi-Kasten mit einer Quote von fast 50 Prozent gehaltener Würfe als Bollwerk. Dadurch konnte sie die Partie immer wieder schnell machen. „So sind wir ins Rollen gekommen“, nickte Herok. Nach einem Doppelschlag von Sophie Hilf und einem weiteren Treffer von Heiser lag seine Truppe wieder mit fünf Treffern vorne.
In der Folge kam der TSV auch nicht mehr näher als auf drei Tore heran. „Wir haben es bis zum Ende durchgezogen“, freute sich Herok. Auch darüber, dass die Geschwindigkeit hoch blieb, als er am Ende noch ein bisschen Spielzeit an alle verteilte. Vor allem Hilf war nun kaum mehr zu bremsen. Sie machte mit dem dritten Einschlag in Folge zum zwischenzeitlichen 27:19 alles klar.
HSG Böblingen/Sindelfingen: Hagenlocher, Kilper; S. Hille (2), Mayer, Heiser (7/davon 2 Siebenmeter), Terbeck (1), Baker (2), Münch (1), P. Hille (5), Hilf (7), Zeller (2/1), Schandl (3).