Eigentlich sind die Oberliga-Handballerinnen der SG H2Ku Herrenberg klarer Favorit. Können sie dem Druck im Kampf um den Aufstieg standhalten, und was macht den Gegner so gefährlich?
Für die Handballerinnen der SG H2Ku Herrenberg geht es langsam ans eingemachte, denn die nächsten Wochen werden für das Aufstiegsrennen in der Oberliga entscheidend. Als Tabellenführer wollen die Kuties natürlich ein gewichtiges Wort mitreden. Ob das gelingt, wird sich nicht zuletzt am Samstag (18 Uhr) bei der SG Herbrechtingen-Bolheim zeigen.
Obwohl die Vorzeichen gegen den Tabellenzehnten auf dem Papier klar wirken, spricht auch einiges für die Gastgeberinnen. Während diese nämlich bis zum Jahreswechsel lediglich vier Pünktchen holten, drehten sie seither mit 11:5 Zählern mächtig auf. Wäre nicht dieser katastrophale Herbst gewesen, würden sie sich wohl im oberen Mittelfeld tummeln.
Der SG H2Ku Herrenberg fehlt die wohl wichtigste Spielerin
Einen großen Anteil am derzeitigen Erfolg hat mit Marie Brachert eine der jüngsten Spielerinnen der Liga. Gerade volljährig, drückt sie ihrem Team mit ihrer fast in jeder Partie zweistelligen Torquote ihren Stempel auf. Eine weitere Qualität: „Die kämpfen immer bis zum Ende“, weiß H2Ku-Trainer Heiko Fleisch.
Und es gibt noch einen Grund, der für den Gegner sprechen könnte. Mit Stefanie Schoeneberg fehlt den Gästen nämlich die wohl wichtigste Spielerin. Ebenso ausfallen wird Linksaußen Juliane Seidel, die an einer Knieverletzung laboriert.
SG H2Ku Herrenberg muss mit aufkommendem Druck umgehen
Dennoch gelten die H2Ku-Frauen selbstredend als Favoritinnen. Und auch der Übungsleiter weiß um diese Rolle. Er hofft dabei auch darauf, dass seine Schützlinge mit dem immer mehr aufkommenden Druck umgehen können: „Wir sind jetzt in den letzten Saisonspiele die Gejagten. Damit müssen wir leben“, nickt Fleisch.