Köngens Keeper Lucas Novak übernimmt den Trainerposten bei den TSV-Frauen. Foto: Robin Rudel

Nach dem Oberliga-Abstieg verlieren die Handballerinnen des TSV Köngen sieben Spielerinnen. Lucas Novak soll in der Verbandsliga ein neues Team formen.

Nach einer schwierigen Saison und dem Abstieg aus der Oberliga steht den Handballerinnen des TSV Köngen ein größerer Umbruch bevor. Die Runde verlief für die Köngenerinnen nicht wie erhofft und immer wieder wurde das Team durch Verletzungen ausgebremst.

 

Personeller Aderlass bei den Köngener Frauen

Nachdem sich der Verein Ende Dezember von Trainerin Marion Radonic getrennt hatte, übernahm Armin Dobler das Team bis zum Saisonende – doch auch er schaffte es nicht, das Ruder herumzureißen und den Gang in die Verbandsliga schlussendlich zu verhindern. Die Köngenerinnen landeten in der Abschlusstabelle mit 12:36- Punkten auf dem drittletzten Rang.

Nun richten die Handballerinnen aus Köngen den Blick nach vorne – allerdings unter veränderten Voraussetzungen. Denn der personelle Aderlass ist groß und hinterlässt Spuren: Gleich sieben Spielerinnen stehen in der nächsten Saison nicht mehr zur Verfügung. Die Gründe reichen von beruflichen Verpflichtungen über sportliche Veränderungen bis hin zu Verletzungen.

Lucas Novak übernimmt den Trainerposten

Den Trainerposten übernimmt Lucas Novak, der bislang das zweite Frauenteam betreute und zudem Torhüter bei den Landesliga-Männern des TSV ist. Novak kennt den Verein und obendrein viele Spielerinnen seit Jahren und soll das verjüngte Team nun formen und weiterentwickeln. „Die Verbandsliga wird eine echte Herausforderung für uns sein – aber genau das ist die Chance“, teilte Neu-TSV-Coach Novak in einer Pressemitteilung mit. „Wir wollen in den nächsten Jahren mit vielen Eigengewächsen und jungen Spielerinnen ein starkes sowie attraktives Team aufbauen, das sich in der Verbandsliga etabliert.“

Neustart mit Eigengewächsen

Die Köngenerinnen starten nun einen Neuanfang. Aus dem Zusammenschluss des ersten und zweiten Frauenteams sowie den talentierten Handballerinnen aus der A-Jugend, die in der abgelaufenen Saison in der Regionalliga gespielt haben, soll ein neu formierter Kader entstehen: jung, entwicklungsfähig und mit der Perspektive, in Köngen gemeinsam etwas Neues aufzubauen.

Trotz des Abstiegs sehen sich die Köngenerinnen für die Zukunft gut aufgestellt. Mit zwei A-Jugendteams und rund 40 weiteren Spielerinnen bis hinunter zur C-Jugend verfügt der Verein über eine breite Nachwuchsbasis. Aus ihr soll in den kommenden Jahren wieder eine Mannschaft wachsen, die erfolgreichen und attraktiven Frauenhandball spielen kann. Entsprechend groß ist nun die Aufgabe – aber auch die Chance, in Köngen etwas Neues aufzubauen.