Die Handballerinnen der HSG Böblingen/Sindelfingen haben offensiv zwar Sand im Getriebe, doch dank der starken Abwehr starten sie erfolgreich beim TSV Heiningen in die Oberliga-Saison.
Das war ein verheißungsvoller Auftakt in die neue Oberliga-Saison: Die Handballerinnen der HSG Böblingen/Sindelfingen gewannen mit 21:20 bei Absteiger TSV Heiningen. „Damit können wir absolut zufrieden sein“, freute sich Trainer Mischa Herok, obwohl selbstredend noch nicht alles perfekt lief.
Besonders in der Offensive hatten die BöSis noch Sand im Getriebe. Für zwei Drittel der Zeit lief es phasenweise sehr zäh. Da haben sie zu langsam und viel quer gespielt. „Wir haben die Tiefe nicht gut genug attackiert“, analysierte Herok. So strahlten seine Mädels gegen körperlich starke Kontrahentinnen zu wenig Gefahr aus.
Allerdings nicht nur aus dem Geschehen heraus, sondern auch bei den vermeintlich einfachen Treffern Frau gegen Frau. Egal, wen der Coach an die Siebenmeterlinie schickte – Mascha Heiser, Lena Zeller, Janina Schandel oder Pia Mayer brachten das Ding bei fünf Versuchen kein einziges Mal im Kasten unter. „Da hat man auch einfach gesehen, dass wir in der Vorbereitung den Schwerpunkt auf die Abwehrarbeit gerichtet haben“, erklärte Herok.
Nach der Pause kommt langsam auch die Offensive ins Rollen
Denn was seine Mannschaft am anderen Ende der Platte zeigte, war ganz stark. „Da haben wir richtig abgeliefert“, lobte der Übungsleiter. Die Defensive rund um den neuen Mittelblock mit Svenja Hille und Lea Matziol machte den Laden dicht. So hielten die Gäste die Partie bis zum 10:10 zur Pause völlig offen. Nach dem Seitenwechsel zogen die Hausherrinnen zunächst auf 14:11 davon. So langsam kam die HSG jedoch auch nach vorne ins Rollen. Nach drei schnellen Erfolgserlebnissen von Pauline Hille, Janina Schandel und Sophie Hilf stand es wieder 14:14. Dann schlug die Stunde von Leni Hagenlocher. Nachdem die zuvor eine Dreiviertelstunde lang starke Anne Kilper im Gesicht getroffen worden war, kam der Neuzugang zwischen die Pfosten und ließ in der Schlussphase nur noch fünf weitere Einschläge zu.
Die Hille-Schwestern sorgten für die scheinbar komfortable 21:17-Führung. Dennoch wurde es in den letzten fünf Minuten noch einmal spannend. 20 Sekunden vor Schluss verkürzte der TSV sogar noch einmal auf 20:21. „Den letzten Angriff haben wir dann aber sauber runtergespielt“, atmete Mischa Herok durch.
„Für den ersten Auftritt war das schon richtig gut“, fasste er zusammen. Was ihm dabei besonders gefallen hat? „Wie wir als Team aufgetreten sind“, antwortet er. Denn trotz der Schwierigkeiten hätte keine Akteurin zurückgesteckt. „Jetzt müssen wir in den kommenden Wochen noch an der Offensive arbeiten.“
HSG Böblingen/Sindelfingen: Kilper, Hagenlocher, Stauder, S. Hille (1), Heiser (4), Schandl (4), Zeller (1), Matziol (2), Mayer, P. Hille (4), Hilf (5).