Die Oberliga-Handballerinnen der HSG Böblingen/Sindelfingen lassen bei ihrem Auswärtserfolg keine Zweifel aufkommen und holen sich damit sogar die Tabellenführung zurück.
Die Handballerinnen der HSG Böblingen/Sindelfingen stehen wieder an der Spitze der Oberliga. „Das ist und bleibt eine Momentaufnahme“, betonte Trainer Mischa Herok nach dem ungefährdeten 29:22-Erfolg bei der SG Herbrechtingen-Bolheim gebetsmühlenartig. Sein Team bleibe auf dem Teppich.
Dennoch: Der Auftritt vor mehr als 200 Zuschauern in der Bibrishalle zeigte einmal mehr, dass es aktuell einfach richtig gut läuft. Das änderte sich auch durch die gut zweieinhalb Stunden Anfahrt nicht. „Das hat sich gezogen und war eklig“, haderte Mischa Herok. Dennoch waren seine Schützlinge von der ersten Minute an voll da. Die 1:0-Führung von Marie Brachert sollte die einzige der Gastgeberinnen bleiben. Danach spielten die Gäste souverän. Die frühe Zeitstrafe für Susanne Frey vom Gegner nutzten sie eiskalt. Lena Zeller erzielte den Ausgleich, die starke Pauline Hille brachte ihre Farben in Front. Schon bald betrug der eigene Vorsprung drei Treffer (4:1).
Sophie Hilf und Janina Schandl sorgten für das erste Fünf-Tore-Polster. Die Einheimischen schienen überfordert, nahmen früh die erste Auszeit. Doch auch danach bestimmten die BöSis mit ihrer starken Defensive das Geschehen. Dazu kam der Rückraum mit Pauline und Svenja Hille, Lena Münch und Sophie Hilf auf Betriebstemperatur.
BöSis nutzen Zeitstrafe für den Gegner eiskalt aus
Das ist neben der starken Abwehrarbeit gerade das Erfolgsgeheimnis der Mannschaft. „Es ist eigentlich egal, wer aufs Feld kommt“, freute sich Mischa Herok, dass er munter durchwechseln konnte. „Damit können wir das Tempo hoch halten und den Spielerinnen auch Verschnaufpausen verschaffen.“ Zwischendurch lag seine Truppe mit sieben Treffern vorn.
Doch nach einer starken ersten Hälfte schlichen sich in der zweiten einige Fehler ein. „Da hat vorne wie hinten ein bisschen die Konsequenz gefehlt“, analysierte der Übungsleiter. Doch näher als auf drei Tore – was beim 18:21 eine Viertelstunde vor Schluss der Fall war – kam die SG nicht heran. „Unter dem Strich war es eine solide Vorstellung von uns“, nickte Mischa Herok.
HSG Böblingen/Sindelfingen: Hagenlocher, Kilper; Golasch, S. Hille (1), Mayer, Heiser (4), Terbeck, Baker, Münch (4), P. Hille (6), Stauder, Hilf (4), Zeller (4/davon 1 Siebenmeter), Schandl (3), Matziol (2).