Rückraumspieler Djibril M’Bengue vom Bergischen HC setzt sich kraftvoll durch im Spiel gegen Frisch Auf Göppingen. Foto: IMAGO/Nordphoto

Der gebürtige Schwabe Djibril M’Bengue vom Bergischen HC fiebert dem Handball-Bundesligaduell mit seinem Ex-Club TVB Stuttgart entgegen. Wie schätzt der Nationalspieler die Lage ein?

Handball-Nationalspieler Djibril M’Bengue schaffte nach seiner Zeit beim TVB Stuttgart den internationalen Durchbruch beim FC Porto. Seit vergangenem Sommer spielt der 30-jährige Linkshänder für den Bergischen HC, mit dem er im Bundesliga-Mittelfeld rangiert. Im Gegensatz zu seinem von Abstiegssorgen geplagten Ex-Club.

 

Herr M’Bengue, am Sonntag um 16.05 Uhr kommt es zum Duell der Gedemütigten.

Die Rhein-Neckar Löwen hatten bei ihrem 41:27 gegen den TVB einen guten Lauf, Flensburg beim 30:17 gegen uns auch. Diese Bundesliga-Spitzenteams sind nicht der Maßstab.

Es heißt doch immer, die Liga sei so ausgeglichen.

Es passiert ja auch, dass Minden die Füchse schlägt, Lemgo in Kiel gewinnt, aber am vergangenen Spieltag leisteten der TVB und wir uns eben einen Ausreißer nach unten.

Was bedeutet das für Sonntag?

Wir haben in dieser Saison Rückschläge gut weggesteckt, danach jeweils in Leipzig und in Hannover gewonnen. Ich erwarte ein Spiel auf Augenhöhe, in dem wir die Revanche wollen für das unglückliche 26:27 im Hinspiel bei Micha Schweikardts Trainer-Debüt.

Sie sind in Schorndorf geboren, in Urbach aufgewachsen und haben von 2013 bis 2018 für den TVB gespielt. Sind die Duelle mit Stuttgart noch besonders?

Ja, ich habe weiter Kontakt – am meisten zu Max Häfner und Co-Trainer Felix Lobedank.

Ihr Team steht mit 18:20 Punkten im Mittelfeld, der TVB mit 10:30 Punkten nah am Abgrund. Droht der Abstieg?

Der TVB ist gestanden genug, um den Klassenverbleib zu schaffen.

Sie spielten von 2018 bis 2022 beim FC Porto. War oder ist eine Rückkehr zum TVB kein Thema?

Nein, ich war früh mit dem BHC einig und habe für drei Jahre unterschrieben, was danach kommt weiß man nie.

Die Heim-EM 2024 dürfte Ihr großes Ziel sein mit der Nationalmannschaft.

Das wäre ein Traum. Zumal ich in Düsseldorf wohne, wo das Eröffnungsspiel stattfindet und schon über 40 000 Tickets weg sind.

Ihre Freundin Ann-Sophie ist Sportreporterin bei DAZN. Gibt’s Medienschulungen?

(lacht) Nein, sie gibt mir nur Hinweise, wenn ich mich mal falsch ausgedrückt habe.