Leon Egenter warf zuletzt drei Tore. Mit der HSG Schönbuch unterlag er beim TSV 1863 Buchen. Foto: Stefanie Schlecht

Die Landesliga-Handballer von HSG Schönbuch und HSG Böblingen/Sindelfingen II kassieren in Staffel I weitere Pleiten. Die SpVgg Renningen freut sich in Staffel IV über erste Punkte.

Die Landesliga-Handballer von HSG Schönbuch und HSG Böblingen/Sindelfingen II haben ihre Partien in Staffel I verloren. Beide stecken im Tabellenkeller fest. Letzteres gilt ebenso für die SpVgg Renningen, doch das Schlusslicht aus Staffel IV fuhr nun seinen ersten Sieg ein.

 

TSV 1863 Buchen – HSG Schönbuch 30:23 (14:10): Die HSG kommt weiterhin nicht ins Rollen. Dieses Mal hatte die Mannschaft von Holger Breitenbacher über weite Strecken Probleme mit dem Harzverbot – und scheiterte zudem mehrfach an der Chancenverwertung. „Wir haben kein einziges Mal geführt, waren zu ideenlos und in der Defensive nicht konsequent genug“, bilanzierte der Coach nach der vierten Saisonniederlage. „Wir haben völlig verdient verloren.“ Bereits nach knapp 20 Minuten lagen seine Mannen vor 200 Zuschauern mit 6:11 zurück. Auch im zweiten Durchgang gelang es den ersatzgeschwächten Schönbuchern nicht, entscheidend zu verkürzen. Die Hausherren hielten den Absteiger souverän auf Distanz und bauten die Führung kontinuierlich aus. Jan Griesmeier war mit sechs Treffern bester Torschütze der Gäste. Er und seine Kollegen bleiben Tabellenneunter und erwarten am Sonntag (17 Uhr) die HSG Böblingen/Sindelfingen II zum Derby. „Ich hoffe, dass wir unsere Leistung dann deutlich steigern können“, so Breitenbacher.

HA Neckarelz – HSG Böblingen/Sindelfingen II 29:26 (16:14): Die BöSis II bleiben auch nach dem fünften Spiel ohne Punkte. Das Team von Tobias Petri unterlag nach einer phasenweise kopflosen Vorstellung und steht weiterhin am Tabellenende. „Unnötig und sehr fehlerbehaftet“, haderte der Coach. „Wir haben in der Abwehr gut gearbeitet und mit Martin Root einen starken Rückhalt im Tor gehabt, aber zu leichtfertig die Bälle wieder verschenkt.“ In der ersten Hälfte entwickelte sich zunächst ein Duell auf Augenhöhe, ein Doppelschlag der Gastgeber sorgte für ihre Pausenführung. Nach dem Seitenwechsel lief die HSG II dauerhaft hinterher. Bis auf das 19:20 kam sie nicht mehr ernsthaft heran. „Wir waren im Kopf nicht präsent genug“, ärgerte sich Petri über zahlreiche technische Fehler und überhastete Abschlüsse. „So können wir kein Spiel gewinnen.“ Felix Fecker war mit sechs Toren erfolgreichster Werfer des Aufsteigers.

SpVgg Renningen – SG KIT/MTV Karlsruhe 36:25 (16:10): Mit einem furiosen Sieg gegen den Dritten haben die Gastgeber ihre ersten Punkte eingefahren. „Der Gegner war zwar ersatzgeschwächt, dennoch haben wir einen guten Auftritt hingelegt“, zeigte sich Trainer Jakob Ulrich zufrieden. „Wir standen in der Abwehr solide und konnten dadurch ein starkes Tempospiel aufziehen.“ Der Aufsteiger erspielte sich vor 150 Zuschauern in der Rankbachhale in der ersten Viertelstunde ein 9:6, das er bis zur Pause ausbaute. Auch im zweiten Durchgang agierte er konzentriert. Beflügelt von der eigenen Leistung schraubte die SpVgg das Ergebnis in die Höhe. Lars Britsch (9) und Niklas Ristl (8/davon 4 Siebenmeter) steuerten die meisten Treffer bei. „Dieses Erfolgserlebnis war sehr wichtig für uns“, betonte Ulrich. Am Sonntag (17 Uhr) geht es für den Tabellenletzten beim TV Ispringen weiter.