Je näher das Saisonende in der Handball-Landesliga rückt, desto mehr hat die HSG Schönbuch ihren Groove gefunden. Nun knackte sie auswärts auf beeindruckende Weise eine magische Marke.
Die HSG Schönbuch feierte in der Handball-Landesliga, Staffel I, ein Torfestival, wohingegen Absteiger HSG Böblingen/Sindelfingen II bereits die 15. Saisonniederlage hinnehmen muss. Die SpVgg Renningen schwebt in Staffel VII weiterhin in akuter Gefahr.
HSG Lauffen-Neipperg – HSG Schönbuch 39:43 (17:20): „Über 40 Tore auswärts zu werfen, ist für uns eine absolute Seltenheit“, kommentierte Gäste-Coach Holger Breitenbacher. „Das war außergewöhnlich.“ Seine Mannschaft startete furios und lag durch ein Tor von Leon Egenter bald mit 11:7 vorn. Der Spielmacher war mit 13 Treffern (davon sechs Siebenmeter) bester Werfer der Partie. „In der ersten Halbzeit war unsere Angriffsleistung nah am Optimum“, nickte Breitenbacher.
Vorsprung der HSG Schönbuch bei der HSG Lauffen-Neipperg schmilzt
Nach dem Wiederanpfiff kippte das Duell jedoch. Der Vorsprung schmolz, und die Gastgeber übernahmen die Führung. „In dieser Phase haben wir zu viele Fehler gemacht und Chancen liegen lassen“, so der Trainer. Doch seine Schützlinge drehten den 3-Tore-Rückstand wieder in ein 36:35. Diesen Lauf konnten die Hausherren nicht mehr stoppen. Mit dem Erfolg klettert die Schönbuch-Sieben auf Rang sechs und steht nun vor dem letzten Heimspiel der Saison am Samstag (20 Uhr, Schönbuchsporthalle Holzgerlingen), Gegner wird die HSG Leudelsbach sein.
TSV Weinsberg – HSG Böblingen/Sindelfingen II 29:23 (15:8): „Wir haben uns phasenweise gut verkauft, meine Jungs haben großen Willen gezeigt“, lobte HSG-II-Coach Tobias Petri. Zu Beginn taten sich seine Schützlinge jedoch schwer und leisteten sich zu viele Fehler. „Das ist unser großes Problem“, haderte der Übungsleiter mit zahlreichen Ballverlusten. Der erfahrene Gegner nutzte dies konsequent und zog davon.
BöSis II stemmen sich beim TSV Weinsberg gegen die Niederlage
Auch nach dem Seitenwechsel stemmte sich der Tabellenletzte gegen die Niederlage, doch die Einheimischen blieben souverän und bauten ihre Führung auf zehn Tore aus. „Uns hat die Durchschlagskraft gefehlt, um wirklich gefährlich zu werden“, so Petri. „Der Einsatz hat gepasst, ich kann meiner Mannschaft keinen Vorwurf machen.“ Bester Werfer bei Böblingen/Sindelfingen II war Bastian Sommer mit sieben Treffern (davon vier Siebenmeter). Zum Saisonabschluss empfängt das Schlusslicht am Samstag (15.30 Uhr, Murkenbachhalle) die SG Schozach-Bottwartal.
TV Gondelsheim – SpVgg Renningen 26:24 (9:9): Mit dieser Niederlage sind die auf den vorletzten Tabellenplatz abgerutscht. Das Team von Trainer Simon Ulrich, der an diesem Spieltag seinen Bruder Jakob auf der Kommandobrücke vertrat, zeigte zunächst eine ordentliche Leistung. „Defensiv standen wir insgesamt sehr gut, offensiv hatten wir jedoch Probleme. Trotzdem haben wir uns stark zurückgekämpft“, so Ulrich. Einen zwischenzeitlichen 3:6-Rückstand glichen seine Mannen durch eine Bude von Niklas Ristl, mit elf Treffern (davon acht Siebenmeter) bester Werfer, zum 8:8 aus.
SpVgg Renningen hadert beim TV Gondelsheim mit vielen Fehlwürfen
Nach dem Wiederanpfiff blieb das Geschehen ausgeglichen. Das 21:21 versprach eine spannende Schlussphase. „Leider haben wir uns am Ende nicht belohnt“, haderte Ulrich mit den vielen Fehlwürfen, die den Ausschlag gaben. „Sehr unglücklich, es wäre mehr drin gewesen.“ Nun gilt es, bei den verbleibenden Auftritten alles in die Waagschale zu werfen, um den Abstieg zu verhindern. Die nächste Gelegenheit dazu gibt es am Samstag (20 Uhr) bei der HSG Willstätt/Hanauerland II.