HC-Rückraumspielerin Nina Beyerle trifft sechsmal beim Sieg im Stadtderby gegen den SV Fellbach. Foto: Günter Schmid

Die Landesliga-Handballerinnen des HC Schmiden/Oeffingen gewinnen das Stadtderby gegen den SV Fellbach mit 25:23 und bleiben damit dem Spitzenreiter dicht auf den Fersen.

Nachdem die Landesliga-Handballerinnen des HC Schmiden/Oeffingen das Hinspiel am 1. November vergangenen Jahres beim Aufsteiger SV Fellbach mit 23:24 verloren hatten, gelang dem Team nun im zweiten Stadtderby in heimischer Halle die Revanche – 25:23. „Das war ein hartes Stück Arbeit. Aber am Ende hatten wir die fitteren Spielerinnen auf dem Feld und haben deshalb auch verdient gewonnen“, sagte der HC-Trainer Felix Link. Er gab aber auch zu, dass die Zeitstrafe, die die Fellbacherin Edona Kuqi drei Minuten vor Schluss bekommen hatte, seinem Team „gut getan hat“. Just in dieser Überzahl erzielte Chiara Scherer das finale Tor zum 25:23. Mit dem Sieg hat der HC-Verbund seinen zweiten Platz in der Tabelle gefestigt und liegt weiterhin einen Punkt hinter dem Spitzenreiter SG Hirsau/Calw/Bad Liebenzell. Sollten sich beide Teams keine weiteren Punktverluste mehr leisten, wird am finalen Liga-Spieltag (2. Mai) entschieden, wer direkt aufsteigt und wer in der Aufstiegsrelegation ran muss. An jenem Samstag tritt nämlich der HC II bei der SG an.

 

Der SVF kann in der Liga mithalten

Der SV Fellbach hingegen muss als aktuell Tabellenvorletzter um den Klassenverbleib bangen. Nach jetzigem Stand steigen die beiden letzten Teams ab, der Tabellenachte muss in die Relegation. „Ich bin guter Dinge, dass wir den Klassenverbleib schaffen“, sagt der SVF-Trainer Dominic Hahn. „Wir können in dieser Liga mithalten, bringen uns nur leider oft selbst um den Lohn.“

Fast noch einmal eine Überraschung

Das war auch im Spiel beim favorisierten Stadtnachbarn der Fall. Der SVF führte mit 3:0, ehe den Gastgeberinnen erst in der 8. Minute der erste Treffer gelang. Bis zum Pausenstand von 10:10 wechselte die Führung immer wieder. Auch nach Wiederanpfiff erwischten die Gäste den besseren Start – 13:10. „Den Wachmacher haben wir wohl gebraucht“, sagte Link. Denn danach legte der HC II um seine sechsfache Torschützin Nina Beyerle einen 6:0-Lauf hin; den SVF-Spielerinnen gelang acht Minuten lang kein Treffer mehr. Doch sie ließen sich nicht abschütteln, berappelten sich noch einmal. Mit Erfolg. Knapp fünf Minuten vor Schluss führte der Tabellenvorletzte mit 23:21 und es bahnte sich die nächste Überraschung an. Dass diese letztlich ausblieb, lag einmal mehr an der Chancenverwertung. Während die Gastgeberinnen noch viermal einnetzten, blieben der SVF erneut fünf Minuten lang ohne Torerfolg. „Schade, wir hätten einen Punkt verdient gehabt“, sagte Hahn.

    HC II: Bauer, Lena Bürkle – Beyerle (6), Ugele (4), Scherer (4/1), Golombek (2), Markovic (2), Raiser (2), Paul (2), Pfeiffer (1), Haak (1), Richter (1), Faßnacht, Nossek, Weiß, Emily Bürkle. SV Fellbach: Brachetti – Wolfbeiß (6), Berger (6/2), Zaiß (5), Jehona Kuqi (3), Skrbin (2), Gleinser (1), Steffan, Pfitzer, Käfer, Tahiri, Kim Göbbel, Edona Kuqi, Holzwarth.