Matthias Heineke ist nicht mehr länger Trainer in der dritten Liga. Foto: Maximilian Hamm

Nach sechseinhalb Jahren ist für Matthias Heineke, früher Trainer und Spielmacher in Schmiden, beim Drittligisten Schluss. Die Trennung überrascht ihn.

Mikko und Tommi dürften sich gefreut haben. Ihr Papa hat jetzt mehr Zeit für sie. Doch der Papa Matthias Heineke, 40, war überhaupt nicht erfreut. Nach der 32:36-Niederlage bei den Handballern des TSB Horkheim hatten die Verantwortlichen des HC Oppenweiler/Backnang sich entschieden, ihren langjährigen Trainer freizustellen. Für Matthias Heineke, früher jahrelang beim TSV Schmiden aktiv, kam das überraschend, auch wenn die Ergebnisse zuletzt in fremden Hallen nicht gestimmt hatten. „Zwischen mir und der Mannschaft hat es gepasst. Ich sehe es nicht so, dass wir in einer aussichtslosen Situation wären“, sagte er. Der Verbund des HC Oppenweiler/Backnang steht in der dritten Liga Süd auf dem vierten Tabellenplatz, vier Punkte hinter dem Ligaprimus TuS Fürstenfeldbruck. Die zwei besten Teams qualifizieren sich am Ende für die Aufstiegsrunde zur zweiten Bundesliga.

Mit den Männern der TSF Ditzingen mehrere Aufstiege gefeiert

Matthias Heineke war auf dem Feld ein formidabler Spielmacher, der die Mannschaft des TSV Schmiden um den damaligen Trainer Alexander Prasolov bis zu seinem Abschied im Frühjahr 2013 als Kapitän angeführt hat. Zwölf Jahre zuvor war er von der GSV Hemmingen nach Schmiden gewechselt und war hier auch als Jugendtrainer tätig gewesen. Von 2006 fast durchgehend bis ins Jahr 2015 leitete der heute 40-Jährige zudem die Männer der TSF Ditzingen als Trainer an, feierte mit ihnen mehrere Aufstiege.

Im vergangenen Jahr in der Aufstiegsrunde zur zweiten Liga

Im Sommer 2016 stieg Matthias Heineke, der schon lange als Sporttherapeut in Schmiden arbeitet, beim HC Oppenweiler/Backnang ein. Im vergangenen Jahr führte er die Mannschaft bis in die Aufstiegsrunde zur zweiten Bundesliga, doch der finale Gegner VfL Eintracht Hagen war damals besser. Der Anspruch ist gestiegen bei den Vordenkern des Vereins, die der Meinung sind, dass mehr Potenzial in der Mannschaft stecke. Volker Blumenschein hat nun das Traineramt übernommen. Doch auch Matthias Heineke wird dem Handballsport treu bleiben: „Und wenn ich nur bei meinen Söhnen zuschaue.“