Auch die Frauen der HBi Weilimdorf/Feuerbach greifen an diesem Wochenende wieder zum Ball. Foto:  

Die Handballerinnen der HBi Weilimdorf/Feuerbach starten am Samstag in die Rückrunde der Verbandsliga und sind in Sachen Nichtabstieg zuversichtlich.

Abgerechnet wird zum Schluss. Dieser Satz wird auch im Sport gerne benutzt – oftmals als Alibi für zwischenzeitliche Durststrecken. Auch Jérôme Staehle bemüht sich dieses Satzes. Wobei es der volle Ernst des Trainers der Verbandsliga-Handballerinnen der HBi Feuerbach/Weilimdorf ist. Denn fragt man ihn nach dem Tabellenstand seines Frauen-Teams nach der Hinrunde, dann sagt er achselzuckend: „Genau weiß ich das nicht, aber mitten im Abstiegskampf. Jedoch weiß ich, dass wir noch gute Chancen haben, den Klassenverbleib zu schaffen. Und das ist alles, was zählt“. Ein genauer Blick auf das Klassement verrät: Seine Mannschaft befindet sich auf einem Abstiegsplatz, aber nur einen Zähler vom rettenden Ufer, dem neunten Platz entfernt. Dort ist aktuell die HC Oppenweiler/Backnang (ein Spiel mehr) anzutreffen. Und eben dort tritt das Staehle-Team an diesem Samstag (14 Uhr) zum Auftakt der Rückrunde an.Durch einen Sieg will der Aufsteiger aus dem Stuttgarter Norden den HC überholen und auf einen Nichtabstiegsplatz klettern. Keine Wunschvorstellung, sondern durchaus realistisch. Gegen Oppenweiler/Backnang hat die HBi einen von insgesamt drei Saisonsiegen eingefahren – und dies mit 29:15 von Anfang bis Ende der Partie eindrucksvoll. Ein guter Start ist indes eine Sache, die in einigen Partien den Seinen abging.

 

Der Coach hofft für den zweiten Teil der Runde auf ein „Hallo Wach“ vom Anpfiff weg. Denn: „Mehrmals haben wir mindestens sieben Tore kassiert, bis uns der erste Torerfolg gelang. Trotz Moral konnte der klare Rückstand dann nicht mehr aufgeholt werden. Wir müssen unsere Auftakt-Schlafmützigkeit ablegen, dann können wir den Klassenverbleib auf jeden Fall schaffen.“

HBi Weilimdorf/Feuerbach muss abgezockter werden

Darüber hinaus hat der Coach Abspracheprobleme vor allem im Defensivverbund erkannt. Diese gelte es abzuschalten, um dann ins gewohnte System, sprich in den schnellen Handball über die zweite Welle zu finden. „Das hat uns in der Vergangenheit stark gemacht. Gewalttore, sprich den Shooter schlechthin, haben wir nicht.“ Grundsätzlich hofft der 45-jährige Staehle – er geht demnächst in seine 30. Saison als Trainer – auf mehr Abgezocktheit im Angriff, gleichwohl er weiß: „Uns geht etwas die Erfahrung ab, das hat man teilweise in entscheidenden Phasen der Partie gesehen.“ Meckern liegt ihm aber fern, vielmehr ist er mit den bisherigen Leistungen seiner Damen zufrieden. „Als Aufsteiger mit nahezu unverändertem Kader schlagen wir uns gut.“ Denn vor der Runde hat sich nur Sophie Weckerlein zum Liga-Konkurrenten HSG Strohgäu verabschiedet. Ansonsten setzt das Team aus dem Stuttgarter Norden auf Konstanz und mannschaftliche Geschlossenheit.