Fulminanter Abend in der Sporthalle Ost: Die Lurchis dominieren die Wölfe Würzburg mit 36:26.
Am Samstagabend lieferten die Drittliga-Männer des SV Kornwestheim in der heimischen Sporthalle Ost eine beeindruckende Leistung ab und besiegten die Wölfe Würzburg deutlich mit 36:26 (16:9). Nach einem holprigen und eher schwachen Start legte die Mannschaft von Cheftrainer Alexander Schurr eine deutliche Leistungssteigerung hin und feierte nach 60 Minuten einen hochverdienten und fulminanten Heimsieg. Mit diesem Erfolg festigen die Lurchis ihren Platz in der Spitzengruppe der Dritten Liga und klettern auf den zweiten Tabellenplatz.
Die Partie begann relativ ausgeglichen und etwas nervös auf beiden Seiten. Zwar gelang den Gastgebern das erste Tor des Abends, doch so richtig ins Rollen kamen die Kornwestheimer zunächst nicht. Die Gäste aus Würzburg stellten ihre bekannt stabile 6:0-Abwehr auf. Kornwestheim agierte ebenfalls mit einer gut organisierten 6:0-Abwehr, aber deutlich offensiver. Allerdings taten sich die Lurchis im Angriff schwer, Zählbares herauszuholen. So war die Anfangsphase eher geprägt von Unsicherheit und Fehlern auf beiden Seiten.
Allmählich legten die Hausherren jedoch ihre Nervosität ab. Von einem 3:4-Rückstand drehte Team Schurr die Partie und ging zur 15. Minute mit einem Treffer von Moritz Lanig mit zwei Treffern zum 6:4 in Führung. Die Defensive – sehr stabil, sie machte es den Gästen aus Würzburg zunehmend schwer Lösungen zu finden und auch nur annähernd ins Spiel zu finden. So verstrickte sich das Wolfsrudel häufig in technischen Fehlern, während die Lurchis ihre Chancen effizient nutzten. Über 10:6 (22.) und 13:8 (27.) setzten sich die Hausherren bis zur Pause komfortabel auf eine verdiente 16:9-Führung zur Pause ab.
Kein Nachlassen in Hälfte zwei
Auch in der zweiten Halbzeit ließen die Lurchis nicht nach. Die Schurr-Sieben blieb konzentriert und dominant und konnte die eigene Fehlerquote niedrig halten. Die Rimparer Gäste versuchten zwar, den Anschluss zu finden, doch Kornwestheim hatte stets eine Antwort parat. Bis zur 40. Minute gelang es den Gastgebern, den Vorsprung auf zehn Tore – eine 24:14-Führung – auszubauen.
Übrigens: Wieder einmal mit auf der Platte waren Peter Jungwirth und Hendrik Schöneck, die mit ihrem Einsatz abermals zum Erfolg des Teams beitrugen. Aber auch die verletzten Jan Reusch und Felix Kazmeier waren wieder voller Energie und Einsatz mit dabei.
In die Crunch-Time starten die Mannschaften mit einem 30:20 – damit war die Partie praktisch schon entschieden. Zwar versuchte das Wolfsrudel nach einer letzten Auszeit von Trainer Heiko Karrer in der 55. Minute mit offener Manndeckung noch einmal eine Ergebnisverschönerung zu betreiben, doch auch das brachte keine Wende. Denn Keeper Jan Tinti zeigte – wie bereits zu Spielbeginn – eine sehr gelungene Leistung, parierte mehrfach stark – darunter auch einen Siebenmeter – und sicherte sein Team damit gekonnt als Schlussmann ab.
Heimstärke erneut untermauert
Am Ende stand ein verdienter, aber völlig unerwarteter, 36:26-Heimsieg auf der Anzeigetafel, der von Spielern und den Fans gefeiert wurde. „Wir können den Sieg gut einordnen“, sagte ein sichtlich zufriedener Alexander Schurr. Der Coach wusste: „Die Wölfe haben heute nicht das Niveau erreicht, das sie normalerweise abrufen können.“ Auch Gästecoach Heiko Karrer fand klare Worte: „Mit so vielen technischen Fehlern kann man kein Spiel gewinnen“, bilanzierte er enttäuscht.
Für den SV Kornwestheim bedeuten die zwei Punkte nicht nur einen abermals starker Auftritt vor heimischem Publikum, sondern auch den besagten Sprung auf den zweiten Tabellenplatz.
SV Kornwestheim: Henke, J. Tinti – Reu, Reusch (3), Luithardt, Jungwirth (4), Keil (1), Kazmeier (8/3), Tinti (2), Lanig (3), Schoeneck, Lantella (2), Kaysen (3), Döll (2), Kägler (1), Joneleit (7).