Die Lurchis bleiben in der Dritten Liga mit einem Heimsieg gegen die Rhein-Neckar Löwen II auch im 15. Spiel ungeschlagen.
Die Drittliga-Handballer des SV Kornwestheim bleiben das Maß der Dinge: Auch im 15. Spiel in Folge bleiben sie ungeschlagen. Am Freitag setzten sich die Lurchis in der Sporthalle Ost mit 42:37 (22:22) gegen die Rhein-Neckar Löwen II durch. Das deutliche Resultat täuscht jedoch über den lange offenen Spielverlauf hinweg.
Wie erwartet war es ein eng umkämpftes, anspruchsvolles und temporeiches Duell. Die Zweitbesetzung des Bundesligisten startete clever und setzte die Hausherren unter Druck. Nach zehn Minuten stand es zwar 8:8, dennoch bestimmten zu diesem Zeitpunkt die Gäste aus Kronau das Geschehen. Immer wieder kamen sie mit der zweiten Welle auf der linken Seite zu einfachen Toren.
Dann ein Rückschlag für den Gastgeber: Moritz Lanig sah nach einer ungeschickten Abwehrreaktion Rot (10.). Bitter, da der Kreisläufer gut ins Spiel gefunden und bereits zwei Treffer beigesteuert hatte. Das Unterzahlspiel überstanden die Lurchis gut, bleiben jedoch unruhig. Häufig fehlte die Konsequenz und oft verloren sich die Spieler in Einzelaktionen.
Zwar gelang Marco Lantella nach dem 10:13 (17.) der Anschluss zum 13:14 (20.), doch dann gerieten die Gastgeber wieder mit 14:17 in Rückstand. Schurr legte die Grüne Karte auf den Tisch (23.). Mit Wirkung: Kornwestheim kämpfte sich zurück. Jan Kägler erzielte das 18:19 (27.), ehe ein stark agierender Max Keil zum 19:19 ausglich. Ein unglaublich wichtiger Impuls vor der Pause, in die sich die Teams mit einem 22:22 trennten.
Das Spiel ist lange eng umkämpft
In die zweite Hälfte starteten die Lurchis deutlich konzentrierter. Der Zugriff in der Defensive war nun da, im Angriff agierten sie präziser. Zwar fehlte zunächst noch etwas Glück – Abpraller landeten bei den Gästen oder prallten unglücklich ins Seitenaus – doch die Hausherren zeigten wieder Moral. Nachdem der erneut stark spielende Kapitän Christopher Tinti das 29:29 erzielte, musste Löwe Laurin Karrenbauer nach einem unglücklichen Zusammenprall mit Kepper Jan Tinti vom Platz. „Das hat das Spiel verändert“, sagte Cheftrainer Alexander Schurr. Seine Sieben konnte sich nun stärker auf Gegenspieler Jan Kraft konzentrieren und ihn besser aus dem Spiel nehmen. Und kurz darauf wurden die Gäste weiter geschwächt: Mark Hartmann sah nach einem harten Gesichtstreffer gegen Luke Kaysen Rot. Kaysen konnte nach rund fünf Minuten wieder auf die Platte zurückkehren.
Zwar gelang es den Hausherren zunächst nicht, sich deutlich abzusetzen, doch ab diesem Moment schlug das Pendel deutlicher zu Gunsten der Gastgeber aus. Mit einem 34:33 ging es in die Crunch-Time. In den entscheidenden Phasen war abermals Torhüter Tinti voll da. Ein Siebenmetertor von Felix Kazmeier zum 37:33 (54.) brachte der Schurr-Sieben erstmals eine Vier-Tore-Führung.
Die Lurchis lassen nichts mehr anbrennen
Auch die offensive 7-gegen-6-Variante der Junglöwen konnte den Lurchis nichts anhaben. Marco Lantella erhöhte auf 40:35 (57.), ein mit enormer Durchschlagskraft spielender Finn Joneleit traf zum 41:36. Den Schlusstreffer für die Lurchis landete aus rund 22 Metern und in halbliegender Position Kazmeier mit dem 42:36. Beim Stand von 42:37 folgte der Schlusspfiff.
Während die Gäste in der ersten Hälfte durchaus die Nase vorn hatten, setzte sich Kornwestheim in der zweiten Hälfte verdient durch. „Es war das erwartete Highscoring-Game“, sagte Trainer Schurr. „Das war erneut eine geschlossene Mannschaftsleistung mit einem unfassbar präsenten Finn Joneleit.“ Joneleit war mit neun Toren bester SVK-Torschütze. Die Tabellenführung bleibt unangefochten und vergrößert sich auf acht Punkte.
SV Kornwestheim: Henke, J. Tinti – Reu, Luithardt, Keil (5), Zeppmeisel (1), Kugel (1), Kazmeier (6/3), C. Tinti (3), Kaysen (2), Lanig (2), Döll (5), Lantella (6), Kägler (2), Joneleit (9).