Max Keil (am Ball) steuerte drei Treffer zum souveränen Erfolg in Bayern bei. Foto: Melanie Bürkle

Der Kornwestheimer Handball-Drittligist setzt seine Erfolgsserie fort. Der Sieg beim Schlusslicht wird allerdings von einer Verletzung überschattet.

Die Drittliga-Männer des SV  Kornwestheim bleiben weiter in der Erfolgsspur. Bereits am Freitagabend feierten die Lurchis beim bereits feststehenden Absteiger TuS Fürstenfeldbruck einen hart erarbeiteten 39:34 (18:15)-Auswärtssieg und unterstrichen damit erneut ihre Meisterform. Überschattet wurde die Partie jedoch von einer schweren Verletzung von Abwehrspezialist Marvin Bahmann.

 

Dabei begann die Partie ganz nach dem Geschmack der Gäste. Gegen die offensiv agierende Abwehr der Brucker Panther präsentierten sich die Kornwestheimer zunächst ungewohnt defensiv, fanden aber dennoch unkompliziert ins Spiel. Nach einem Ballgewinn von Finn Joneleit und einem anschließenden Treffer im Alleingang führten die Gäste bereits in der 3. Minute mit 3:1-Treffern.

SVK-Trainer Alexander Schurr. Foto: Pressefoto Baumann

SVK fängt sich nach Schwächephase

Kornwestheim agierte in der Folge ruhig und strukturiert im Angriff, während die Gastgeber vor allem über die schnelle Mitte zum Erfolg kommen wollten. Timm Zeppmeisel stellte früh auf 6:3 (7.), Felix Kazmeier erhöhte wenig später auf 7:3. Nach einer Viertelstunde war es erneut Zeppmeisel, der dann unverfroren auf 11:6 stellte.

Zwar spielten die Salamanderstädter keineswegs fehlerfrei und leisteten sich einige unnötige Ballverluste und Fehlwürfe, doch die Panther zeigten sich noch anfälliger. Bis zur 20. Minute hielten die Lurchis konstant einen Vorsprung von mindestens vier Treffern. Eine kurze Schwächephase ermöglichte den Hausherren jedoch auf zwei Tore zu verkürzen. Kornwestheim fing sich rechtzeitig wieder und setzte sich erneut ab, konnte den Vorsprung von fünf Treffern jedoch nicht vollständig in die Pause retten. Mit einer 18:15-Führung ging es in die Halbzeit.

TuS Fürstenfeldbruck kämpft sich ran

Auch in der zweiten Spielhälfte änderte sich das Bild zunächst kaum. Fürstenfeldbruck kämpfte sich noch einmal auf zwei Tore heran, doch Kornwestheim antwortete prompt und stellte den alten Abstand wieder her. Für einen kurzen Moment keimte Hoffnung bei den Bruckern auf, als sie in der 40.  Minute bis auf ein Tor verkürzten. Der Ausgleich blieb jedoch aus – stattdessen zog die Mannschaft von Cheftrainer Alexander Schurr wieder auf fünf Tore davon und ging mit diesem Polster in die Schlussphase.

Spätestens jetzt wurde deutlich, dass dem Tabellenletzten die Sensation im letzten Heimspiel wohl nicht gelingen würde. Kornwestheim blieb konzentriert, ließ sich nicht mehr aus der Ruhe bringen und sicherte sich verdient den 39:34-Auswärtstriumph.

SV Kornwestheim: Der Abwehrchef humpelt vom Platz

Für einen bitteren Moment sorgte allerdings die 52. Minute: Marvin Bahmann, erst kürzlich von seiner langwierigen Schulterverletzung zurückgekehrt, musste mit schmerzverzerrtem Gesicht vom Feld humpeln. „Wir gehen jetzt einfach mal nicht vom Schlimmsten aus“, sagte der Coach nach dem Spiel. Die Bilder ließen jedoch anderes befürchten. Entsprechend gedämpft fiel auch die Stimmung nach Spielende im Team aus – die Freude über den Sieg wurde durch die Sorge um den erst zurückgekehrten Abwehrchef deutlich getrübt.

So standen am Ende zwar ein weiterer Erfolg, die Fortsetzung der beeindruckenden Serie und ein grandioser Mannschaftssieg, doch die Gedanken der Lurchis waren vor allem bei ihrem verletzten Mitspieler.

Auch die Gastgeber hätten sich für das Abschiedsspiel von der 3. Liga und vor heimischem Publikum offensichtlich ein wenig mehr erhofft. So allerdings erfolgte der Abschied mit einer weiteren Niederlage.

Für die Kornwestheimer hingegen folgt am kommenden Samstagabend um 20 Uhr gegen die HSG Konstanz der letzte Auftritt vor der Sommerpause in der Sporthalle Ost.

SV Kornwestheim: Henke, J. Tinti – Reu (1), Keil (3), Zeppmeisel (9), Kazmeier (14/6), C. Tinti (1), Lantella (2), Döll (1), Kägler,Luithardt (1), Bahmann, Joneleit (7).