Der Jubel war bei den HC-Spielerinnen am Samstagabend groß. Foto: /Günter Schmid

Die Handballerinnen des HC Schmiden/Oeffingen stehen nach dem finalen 31:27-Sieg in der Meisterrunde der BWOL in der Aufstiegsrunde zur dritten Liga.

Großer Jubel herrschte am Samstagabend bei den Handballerinnen des HC Schmiden/Oeffingen und ihren Fans. Denn dank des 31:27-Erfolges in ihrem letzten Spiel der Meisterrunde in der Baden-Württemberg-Oberliga (BWOL) werden sie diese auf dem zweiten Tabellenplatz beenden und gemeinsam mit der bereits als Meister feststehenden TG 88 Pforzheim (das Team muss am Samstag selbst noch bei der HSG Leinfelden-Echterdingen antreten) die Aufstiegsrunde zur dritten Liga bestreiten. Diese beginnt am letzten Aprilwochenende. „Ich bin stolz auf meine Spielerinnen, dass sie das jetzt geschafft haben“, sagte der Trainer Sven Bühler.

 

Am Samstag vor knapp 400 Zuschauern in der Schmidener Sporthalle war es in der Schlussphase vor allem die individuelle Klasse der vor der Saison gekommenen Chiara Baur, Sarah Kuhrt und Linda Leukert, die den Sieg sicherstellte. Denn spielerisch, und das gab auch Bühler zu Protokoll, hat der Aufsteiger einmal mehr gezeigt, dass noch viel Luft nach oben ist.

Drei Mal mit acht Toren vorn

Gleich dreimal in den zweiten 30 Minuten führte der HC-Verbund mit acht Toren – beim 22:14, 23:15 und 24:16 –, am Ende wurde es trotzdem noch einmal eng. Die Gäste, die beim 30:30 im Hinspiel in allerletzter Sekunde den Ausgleichstreffer hatten hinnehmen müssen, verkürzten den Rückstand auf vier Tore, beim 26:29 aus ihrer Sicht waren es gar nur drei. Und das lag vor allem daran, dass die Gastgeberinnen trotz des großen Vorsprungs keine Ruhe in ihr Spiel brachten und sich viele technische Fehler leisteten. Zehn waren es allein nach der Pause.

Starke Phase von Larissa Bürkle

In den ersten 30 Minuten hatte der HC in Michelle Hoffrichter die bessere Torfrau zwischen den Pfosten stehen. Sie kam auf sieben Paraden, Lani Gronwald parierte zudem einen Siebenmeter. Außerdem konnte sich der HC auf Larissa Bürkle verlassen. Die wurfgewaltig Rückraumspielerin war nach sieben Minuten und beim Stand von 4:3 ins Spiel gekommen, weil sich Chiara Baur wegen einer blutenden Wunde am Bein behandeln lassen musste, und markierte binnen acht Minuten fünf von sechs HC-Toren (10:8, 15. Spielminute). Erst ihr sechster Wurf später war ein Fehlwurf. Bis zum 14:12 (25.) blieben die Gäste auf Augenhöhe, dann setzte sich der HC vorentscheidend bis zum Pausenpfiff auf 17:13 ab.

Nach dem Erfolg drei Wochen trainingsfrei

Nach Wiederanpfiff vergrößerte der HC seinen Vorsprung auf die bereits erwähnten acht Tore – auch dank einer starken Defensive, aus der vor allen Silke Lutz im Mittelblock herausragte. „Sie hat ein super Spiel gemacht“, sagte Bühler, der die Kreisläuferin in der Schlussphase nur noch in der Abwehr einsetzte und dafür Lea Matziol an den Kreis schickte. Zuvor war die zweite potenzielle Kreisläuferin und Kapitänin Maike Kienzlen vom Platz gehumpelt, nachdem sie mit dem rechten Fuß umgeknickt gewesen war. Der Verdacht auf einen Bänderriss steht im Raum. „Das Sprunggelenk ist gleich ziemlich angeschwollen“, sagte Bühler.

Der HC-Coach will seinen Spielerinnen jetzt erst einmal zwei oder drei Wochen trainingsfrei geben, ehe die Vorbereitung auf die Aufstiegsrunde beginnt. Sechs Spiele stehen dann für den HC-Verbund bis Anfang Juni noch einmal im Kalender. Aus der Vierergruppe mit der TG 88 Pforzheim, dem bayerischen Oberliga-Meister und dem Sieger aus dem Verbund Rheinhessen/Rheinland/ Pfalz/Saar steigen zwei Teams auf.

    HC Schmiden/Oeffingen: Hoffrichter, Gronwald – Baur (8/2), Bürkle (7/1), Leukert (5), Kuhrt (4), Hojczyk (3), Johannes (2), Lutz (1), Gaiser (1), Matziol, Ugele, Kienzlen, Brühan, Steiner.