Neun Tore für Frisch Auf Göppingen: Sebastian Heymann setzt in der Schlussphase die entscheidenden Akzente. Foto: Baumann

Es war ein zähes Spiel. Doch am Ende setzt sich Frisch Auf Göppingen mit Wucht und Entschlossenheit gegen GWD Minden mit 33:29 durch. Auch nach dem siebten Sieg in Serie bleibt Trainer Hartmut Mayerhoffer seiner Linie treu.

Göppingen - Es sind diese Arbeitssiege, die besonders wertvoll sind: Frisch Auf Göppingen ringt mit langem Atem und viel Entschlossenheit in der Schlussphase GWD Minden mit 33:29 (15:16) nieder und feiert in der Handball-Bundesliga seinen siebten Sieg hintereinander. „Wir wussten, was auf uns zukommt. Alle, die etwas anderes erwartet haben, lagen falsch“, sagte Sebastian Heymann. Der Göppinger Rückraumspieler warf in der entscheidenden Phase mit großem Durchsetzungsvermögen die wichtigen Tore. „Basti kam wie die gesamte Mannschaft nicht gut ins Spiel, ließ sich aber nicht entmutigen. Das zeigt seine Entwicklung zum Führungsspieler“, lobte Trainer Hartmut Mayerhoffer. Am Ende hatte der Nationalspieler neun Treffer auf seinem Konto. Erfolgreicher war nur Linksaußen Marcel Schiller, der trotz Magen-Darm-Problemen zehn Tore erzielte (davon vier Siebenmeter). Bei GWD stach der Norweger Christoffer Rambo (9) heraus, Spielmacher Juri Knorr (6) zeigte ebenfalls eine starke Vorstellung.

Ostersonntag kommen die Füchse

„Frisch Auf konnte ein paar Pfund mehr an Wucht und Zweikampfstärke zulegen. Das war entscheidend für den verdienten Göppinger Sieg“, sagte GWD-Trainer Frank Carstens. Bis zum 31:29 (56.) stand das Spiel auf Messers Schneide. Doch Frisch Auf ließ sich nicht aus der Ruhe bringen und konnte mehr zulegen. „Wir hatten in der Abwehr nicht die Griffigkeit und haben nicht unseren besten Handball gezeigt, doch die Intensität und die Einstellung meiner Mannschaft waren sehr gut. Dafür ein Riesenkompliment“, sagte Mayerhoffer.

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Der Coach will trotz der klasse Serie und der Festigung von Platz fünf nichts vom Europapokal wissen. „Wir sind gut damit gefahren, immer nur aufs nächste Spiel zu schauen.“ Das hat es in sich: Am Ostersonntag (16 Uhr) kommt Verfolger Füchse Berlin in die EWS-Arena.

Aufstellungen

Frisch Auf: Kastelic (1.-51.), Rebmann (51.-60.); Neudeck (ne.), Theilinger 2, Kneule 3, Heymann 9, Bagersted 1, Jonsson 2, Schiller 10/4, Goller (ne.), Bozic-Pavletic 1, Hermann (ne.), Zelenovic 4, Kozina 1.

GWD: Semisch (1.-50.), Lichtlein (50.-60.); Ritterbach 2, Richtzenhain 2, Zeitz, Rambo 9, Korte 1, Thiele, Janke, Schluroff, Padshyvalau, Strkalejahn, Knorr 7, Pehlivan 5, Staar 1, Gulliksen 2.

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