Bleibt jetzt endgültig mit seinem Team in der Bundesliga: Trainer Markus Gaugisch Foto: Baumann

Der HSV Hamburg bleibt erstklassig. Der Handball-Bundesligaclub erfüllte die Bedingungen des unabhängigen Schiedsgerichts fristgerecht und erhält damit die Lizenz für die kommende Saison. Damit startet die Bundesliga mit 19 Clubs. Die HBW Balingen-Weilstetten bleibt ebenfalls drin.

Der HSV Hamburg bleibt erstklassig. Der Handball-Bundesligaclub erfüllte die Bedingungen des unabhängigen Schiedsgerichts fristgerecht und erhält damit die Lizenz für die kommende Saison. Damit startet die Bundesliga mit 19 Clubs. Die HBW Balingen-Weilstetten bleibt ebenfalls drin.

Hamburg/Balingen - Jetzt ist es amtlich: Nach wochenlangem Hin und Her bleibt der HSV Hamburg in der Handball-Bundesliga. Der deutsche Meister von 2011 und Champions-League-Sieger von 2013 habe die „gravierenden Bedingungen“ fristgerecht erfüllt und erhalte deshalb endgültig die Lizenz für die Saison 2014/2015, teilte die HBL am Dienstag mit. Dem Club war in zwei Instanzen die Spielberechtigung entzogen worden, bevor das HBL-Schiedsgericht am 25. Juni sie doch noch erteilte. Der HSV habe die geforderten Mittel in Höhe von gut fünf Millionen Euro nachgewiesen. Weitere Auflage in Höhe von zwei Millionen Euro muss der HSV im Laufe der neuen Runde nachweisen – eine Mammutaufgabe.

Matthias Rudolph, Mehrheitseigentümer und Aufsichtsratsmitglied des HSV Hamburg, hatte die Unterlagen in der Dortmunder HBL-Zentrale persönlich abgegeben. Zur Art und Weise, in der die Bedingungen erfüllt wurden, wollte sich HBL-Geschäftsführer Holger Kaiser nicht äußern. Was er aber deutlich durchblicken ließ: Der nach sportlichen Kriterien abgestiegene HBW Balingen-Weilstetten bleibt ebenfalls in der Bundesliga. Der Club hatte sich einen Platz in der Eltiteliga über eine einstweilige Verfügung gesichert. Die HBL könnte vor dem Oberlandesgericht in Berufung gehen, wird dies jedoch nicht tun.

„Wir werden doch nicht unser eigenes Mitglied verklagen“, sagte Holger Kaiser gegenüber den Stuttgarter Nachrichten. Damit wird die Bundesliga in der am 23. August beginnenden neuen Saison mit 19 Mannschaften starten. Die Terminproblematik verschärft sich durch die zusätzlichen zwei Spieltage. Viel schlimmer: Das Image der Sportart hat unter der unsäglichen Hängepartie stark gelitten, der Supergau träte ein, wenn der HSV während der kommenden Runde sein Team zurückziehen müsste. Kaiser weiß das, er sagt aber auch: „Es ist ein hohes deutsches Gut, alle juristischen Möglichkeiten ausschöpfen zu können.“

Riesige Freude über den Klassenverbleib hat sich in Balingen unterdessen noch nicht eingestellt. „Die letzten Tage waren zu stressig mit zu wenig Schlaf, so dass ich noch gar nicht so richtig glücklich sein kann“, sagte Geschäftsführer Bernd Karrer. Trainer Markus Gaugisch konnte zum Trainingsauftakt am Dienstagabend jedenfalls einen Erstliga-Kader begrüßen, der noch mit einem oder zwei Neuzugängen verstärkt wird. „Jetzt ist Payback-Time. Jetzt muss die Mannschaft zurückzahlen und rechtfertigen, dass wir in der ersten Liga geblieben sind“, forderte Karrer. Das hätten Fans und Sponsoren verdient. Er weiß aber auch: „Es gibt noch viel zu tun, bis es los geht.“

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