Niederlage trotz überzeugender Vorstellung: Frisch-Auf-Torhüter Marinovic Foto: Pressefoto Baumann

Frisch Auf Göppingen verliert in der Handball-Bundesliga erstmals gegen ein Team, das nicht zu den Spitzenmannschaften gehört. HBW Balingen-Weilstetten feiert einen wichtigen Sieg im Kampf gegen den Abstieg.

Lübbecke/Balingen/Bietigheim - Von den drei württembergischen Handball-Bundesligisten gewann nur einer: Der HBW Balingen-Weilstetten sicherte sich zwei wichtige Punkte im Kampf gegen den Abstieg.

Frisch Auf Göppingen: Das Team von Trainer Magnus Andersson hatte in dieser Saison bisher nur gegen die Rhein-Neckar Löwen, die SG Flensburg-Handewitt und den THW Kiel verloren. Jetzt kam mit dem 27:29 (13:16) beim TuS N-Lübbecke erstmals eine Niederlage gegen einen Club hinzu, der nicht zu den Spitzenmannschaften zählt. „Wir haben 40 Minuten lang einfach schlecht gespielt und vor allem in Überzahl zu viele Fehler gemacht“, sagte Andersson. Aus dem 15:20-Rückstand machte Frisch Auf zwar ein 26:26 – doch am Ende setzte sich Lübbecke mit dem überragenden Christian Dissinger (zehn Tore) durch. „Einen Punkt hätten wir heute auch nicht verdient“, gab Göppingens Geschäftsführer Gerd Hofele zu. Nur der eingewechselte Torwart Nikola Marinovic und Marcel Schiller (11/5) zeigten eine gute Leistung. Der Vertrag mit dem treffsicheren Linksaußen läuft am Saisonende aus. Der Verein will Schiller halten. „Wir sind auf einem guten Weg“, sagte der Sportliche Leiter Aleksandar Knezevic. Wohin der Weg von Frisch Auf in dieser Saison führt – dahingehend wird es am kommenden Samstag (20.15 Uhr) neue Erkenntnisse geben: Dann kommt EHF-Cup-Teilnehmer MT Melsungen in die EWS-Arena.

HBW Balingen-Weilstetten: Nach fünf Niederlagen in Serie holte die Mannschaft von Trainer Markus Gaugisch mit dem 33:28 (18:12) gegen den TBV Lemgo endlich wieder einen Sieg. „Die Abwehr stand gut, vorne haben wir den Ball gut laufen lassen“, lobte Gaugisch, der ein Sonderlob für Martin Strobel parat hatte: Der Spielmacher (sieben Tore) zog überragend die Fäden. Auch Fabian Böhm, erstmals nach seinem Fingerbruch im Einsatz, erzielte vor 2350 Zuschauern in der ausverkauften Sparkassen-Arena sieben Tore. Was besonders wichtig war, da Rückraumkollege Olivier Nyokas (Riss der Plantarsehne) bis mindestens Mitte Dezember ausfällt. Möglicherweise in der kommenden Saison nicht mehr dabei ist HBW-Spielmacher Felix König: Er ist bei Zweitligist TV Neuhausen im Gespräch.

SG BBM Bietigheim: Dem Aufsteiger fehlte im Duell mit dem SC Magdeburg wieder einmal die Konstanz über 60 Minuten. Am Ende gab es eine 23:30(13:15)-Niederlage. „Bis zum 20:20 waren wir sehr gut im Spiel. Dann haben wir unsere Linie verlassen. Das war entscheidend“, sagte SG-Trainer Hartmut Mayerhoffer, „wenn wir das nicht lernen, haben wir in der ersten Liga keine Chance.“ Ein 7:1-Lauf zum Ende der ersten Hälfte und ein 9:0-Lauf für den SCM Mitte des zweiten Abschnitts entschieden die Partie vor 3117 Zuschauern in der Ludwigsburger MHP-Arena. SG-Kreisläufer Julius Emrich zeigte Mitgefühl mit seinem Schlussmann Darko Stanic, der mit zwölf Paraden seine beste Leistung im Bietigheimer Kasten zeigte. „Wir haben Darko zum Schluss einfach im Stich gelassen“, sagte Emrich.

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