Fynn Nicolaus erzielt seinen ersten Bundesliga-Treffer – mit 17. Foto: Pressefoto Baumann

Der Handball-Bundesligist TVB Stuttgart kassiert die vierte Niederlage nacheinander und bangt um seinen Abwehrchef – aber es gab auch einen Lichtblick.

Stuttgart - Im vergangenen Sommer hatte sich Viggo Kristjansson von der HSG Wetzlar in Richtung Stuttgart verabschiedet, obwohl die Hessen den isländischen Nationalspieler gerne behalten hätten. Dafür behielt die HSG am Sonntag in der Handball-Bundesliga die Punkte beim TVB, weil Kristjansson zwar Dritter in der Torjäger-Rangliste war, seine Mannschaft nach Verletzungsproblemen nun beim 24:31 (12:18) aber bereits die vierte Niederlage nacheinander kassierte. „Wir haben das Spiel in der ersten Hälfte verloren“, sagte TVB-Trainer Jürgen Schweikardt, nachdem die Hessen von ihrem Top-Trio Stefan Cavor, Anton Lindskog und Lenny Rubin getragen wurde, das vor der Pause 17 der 18 Treffer erzielte.

In der Scharrena konnte der TVB zwar wieder auf Adam Lönn, Tim Wieling und Sascha Pfattheicher zurückgreifen, so dass noch Rudi Faluvegi, schnell dann aber auch Abwehrchef Samuel Röthlisberger (Nackenprobleme) und eben Torwart Johannes Bitter fehlten – der aber umso mehr. Primoz Prost und der eingewechselte Nick Lehmann hielten zusammen gerade einmal fünf Bälle, während sich auf der Gegenseite Tibor Ivanisevic (17 Paraden) als starker Rückhalt erwies.

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Zwar kam der TVB nach der Pause nochmals bis auf drei Tore (18:21) heran, doch dann schlichen sich zu viele Fehler ins Angriffsspiel ein. „Wir waren nicht zu hundert Prozent konsequent“, sagte der erst 17-Jährige Fynn Nicolaus, der seinen ersten Bundesligatreffer feiern konnte und sagte. „Das ist nur ein schwacher Trost.“

Zumal mit Blick auf die Partie am Donnerstag bei den Eulen Ludwigshafen eine konzentrierte Leistung her muss. Leichter gesagt als getan. „Sorgen bereitet mir, dass neben Röthlisberger auch Kai Häfner über Rückenprobleme klagt“, sagte Stuttgarts Trainer Jürgen Schweikardt, „und wir somit lange Ungewissheit haben, wer spielen kann.“ Dabei ist dem TVB-Coach bewusst: „Die Eulen werden sich viel vornehmen, da brauchen wir Spieler, die körperlich dagegen halten können.“ Und außerdem auch noch den einen oder anderen Punkt zum sicheren Klassenverbleib des Clubs.

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