Dominik Weiß (oben) und der TVB Stuttgart: Knapp daneben ist auch vorbei Foto: Baumann

Auch der SC Magdeburg ist eine Nummer zu groß für den TVB 1898 Stuttgart. In der Handball-Bundesliga hält der Aufsteiger lange mit, verliert letztlich aber mit 30:33 (14:15).

Stuttgart - Erhobenen Hauptes standen die Bittenfelder Bundesliga-Handballer in der Porsche-Arena und holten sich den verdienten Applaus der 4619 Zuschauer ab. Anders als die Zuschauer war TVB-Trainer Thomas König alles andere als zufrieden.

„Wir haben uns viele Dinge vorgenommen, die wir überhaupt nicht umgesetzt haben, deshalb ist die Enttäuschung groß.“ In den Partien bei den Rhein-Neckar Löwen, gegen Frisch Auf Göppingen und bei der SG Flensburg/Handewitt hatte der Aufsteiger aus Stuttgart keine Chance. Mit dem SC Magdeburg war am Sonntagnachmittag die nächste Mannschaft mit Weltruhm in der Porsche-Arena zu Gast. 2002 waren die Gladiators aus Sachsen-Anhalt der erste deutsche Champions-League-Sieger. Die Vorsaison beendeten sie auf dem vierten Platz.

Die Rollen schienen also klar verteilt. Auch, wenn die Magdeburger mit neun Punkten aus den ersten neun Spielen einen eher durchwachsenen Start erwischt hatten. „Das ist für uns absolut zu wenig“, hatte SCM-Trainer Geir Sveisson vor dem Spiel gesagt und deutlich gemacht. Entsprechend engagiert startete seine Mannschaft in die Partie.

Nach sechs Minuten stand es 3:0 für die Gäste, die mit der Bittenfelder Abwehr teilweise Katz und Maus spielten. TVB-Verteidiger Tobias Schimmelbauer hatte zu diesem Zeitpunkt schon zwei Zeitstrafen hinter sich. Die Nervosität beim TVB war greifbar. Über den schwachen Start ärgerte sich auch Djibril M’Bengue, der immer wieder aus dem Rückraum für Gefahr sorgte: „Wir ­haben die ersten fünf Minuten kein Tor ­gemacht, und wenn man den Start verschläft, wird es gegen einen Gegner wie Magdeburg schwer.“

In Eisenach müssen Punkte her

Wie M’Bengue für die Bittenfelder wirbelte der starke Michael Damgaard auf der Gegenseite durch die Porsche-Arena und spazierte nach Belieben durch die Bittenfelder Abwehr. Immer wieder rettete der stark aufgelegte Yunus Özmusul im TVB-Tor seine Vorderleute und sorgte mit dafür, dass sich die Bittenfelder fingen und nach 20 Minuten erstmals ausglichen. Doch über 60 Minuten waren die Magdeburger meist ein, zwei Tore voraus. Am Ende brachte der Favorit die Führung souverän über die Zeit. „Es war das erwartet schwere Spiel“, sagte Magdeburg-Trainer Sveisson. „Wir wussten, dass wir bis zum Schluss hoch konzentriert spielen müssen, aber am Ende war es verdient.“

Nun geht es für die Stuttgarter am kommenden Samstag (19 Uhr) auswärts zum Mitaufsteiger Eisenach. Dort gilt es für den TVB, die Punkte zu holen, wollen die Bittenfelder eine Chance auf den Klassenverbleib in der Bundesliga haben. Das weiß auch Trainer Thomas König: „Ich erwarte, dass wir gegen diese Teams die Punkte holen, die wir brauchen.“

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