Rückraumspieler Christopher Tinti wird seine Erfolgsgeschichte beim SV Kornwestheim fortschreiben. Foto: Avanti/Archiv

Kapitän Christopher Tinti geht beim Handball-Drittligisten SV Kornwestheim ins 18. Jahr. Am Samstagabend kommt der Tabellendritte HC Erlangen 2 zum Topspiel.

Vor dem Höhepunkt - dem Aufeinandertreffen der Zweitbesetzung des Bundesligisten HC Erlangen und des SV Kornwestheim in der 3. Liga Süd – gab der Verein gleich drei Vertragsverlängerungen in dieser Woche bekannt. Neben Cheftrainer Alexander Schurr und Felix Kazmeier, die beide bereits mündlich ihre weitere Zugehörigkeit zu den Lurchis bekannten, verkündete der Verein auch die Vertragsverlängerung von Vereinsikone Christopher Tinti.

 

Das Bündnis Christopher Tinti und SVK geht also auch noch in der Saison 2026/2027 weiter: das 18. Jahr. „Es macht mir einfach noch enorm viel Spaß, mit den Jungs gemeinsam zu trainieren und zu spielen. Und solange sich die körperlichen Beschwerden in Grenzen halten und ich nicht mit dem Rollstuhl in die Halle muss, bleibe ich dabei“, erklärt der Kapitän der Lurchis mit einem Augenzwinkern.

Der Rückraumspieler hält den Haufen zusammen

Die Verantwortlichen des Vereins zeigen sich natürlich hochzufrieden über diese Verlängerung. „Das ist eine wahnsinnige Erfolgsgeschichte. Das zeichnet sowohl den Verein als auch Christopher Tinti aus“, sagt der Sportliche Leiter Pascal Welz und weiß: „Tinti geht auf dem Spielfeld immer voran, übernimmt Verantwortung und ist eine Stütze auf und neben der Platte. Er hält den Haufen zusammen.“

Der Rückraum-Akteur kam 2009 im Alter von 19 Jahren von Fridingen in die Salamanderstadt. Erst sieben Jahre hatte er davor Handball gespielt – aber so überzeugend, dass die Kornwestheimer auf ihn aufmerksam wurden. Der vorläufige sportliche Höhepunkt folgte 2018 mit dem eigentlichen Aufstieg in die 2. Bundesliga – im ersten Jahr unter Cheftrainer Alexander Schurr. „Chris ist eine absolute Vereinsikone, ein ausgesprochener Führungsspieler. Er bringt unheimlich viel Energie auf die Platte. Ich freue mich sehr, dass er an Bord bleibt. Das ist wirklich großartig“, sagt Schurr.

Coach Alexander Schurr (Mitte) freut sich über den weiteren Verbleib des Kapitäns. Foto: essigfoto.de

Auch wenn Tinti nicht die Jugendstationen im Verein durchlaufen hat, ist er mit seinem Einsatz und seiner Vereinstreue eines der prägenden Gesichter des SV Kornwestheim. So geht die gemeinsame Erfolgsgeschichte von Christopher Tinti und den Lurchis in der kommenden Saison sozusagen in die Volljährigkeit – am Samstagabend (Spielbeginn: 20 Uhr) soll aber zunächst ein weiterer Erfolg beim kommenden Heimsieg gefeiert werden. „Wir sind Tabellenführer und werden zu Hause alles geben, um als Sieger vom Platz zu gehen“, sagt der Kapitän.

Gegner Erlangen 2 hat enorme Qualität

Bereits im Hinspiel in Erlangen sind die Lurchis gut mit den jungen Männern aus der fränkischen Talentschmiede klargekommen. Die individuelle Klasse und die Qualität der top ausgebildeten Jugendspieler mussten die Kornwestheimer damals zwar anerkennen, doch man konnte beim 33:33 einen Punkt aus Erlangen mitnehmen.

„Mit Erlangen kommt enorme Qualität. Das Team bringt in der Spitze als auch in der Breite alles mit“, sagt Tinti und SVK-Co-Trainer Frieder Hansen weiß: „Sie sind wirklich super besetzt. Um zu bestehen, brauchen wir eine Top-Leistung.“ Allerdings weiß auch Hansen, dass die Lurchis derzeit sehr gut drauf sind: „Wir wollen natürlich an die letzten Erfolge anknüpfen.“ Das Heimspiel in der Hölle Ost wollen sich die Lurchis definitiv sichern – verstecken muss sich die Mannschaft derzeit keinesfalls.

Einsatz von Bundesligaspielern unwahrscheinlich

Dass Erlangen 2 Spieler aus dem ersten Team mitbringt weil die Bundesliga aufgrund der Europameisterschaft pausiert, ist sehr unwahrscheinlich. „Das haben die Jungs nicht nötig“, sagt Hansen. Mit 24:10 Punkten steht Erlangen 2 auf Rang drei hinter den punktgleichen Rhein-Neckar-Löwen 2 und den Kornwestheimern mit 27:7 Zählern als Tabellenführer.

„Wir können mit einem gesunden Selbstvertrauen in das Spiel und wollen den Heimsieg“, unterstreicht Co-Trainer Frieder Hansen noch einmal den Schlachtplan für Samstagabend. Und wenn sich abermals so viele Fans wie zuletzt in der Hölle Ost einfinden, dann steht einem erneuten Heimtriumph sicher nichts im Wege.