Trotz Spitzenreiter-Position sehen sich die Drittliga-Handballer des SV Kornwestheim in Würzburg nicht als Favorit, da ihnen bislang ein Sieg bei den Franken fehlt.
Die Drittliga-Handballer des SV Kornwestheim reisen am Sonntag zum aktuellen Tabellendritten Wölfe Würzburg. „Das wird eine spannende Aufgabe“, sagt Co-Trainer Frieder Hansen und stellt dabei – trotz der Position des Spitzenreiters - unmissverständlich klar: „Wir fahren da nicht als Favorit hin.“ Die heiße Schlussphase in der 3. Liga Süd ist angebrochen. Für die Kornwestheimer bedeutet das: noch fünf Partien in den kommenden vier Wochen. Das letzte Duell findet am 9. Mai (20 Uhr) gegen die HSG Konstanz in der heimischen Hölle Ost statt. Am kommenden Sonntag muss die Sieben um Cheftrainer Alexander Schurr jedoch zunächst auswärts ran – beim ehemaligen Zweitliga-Absteiger Wölfe Würzburg.
Anpfiff ist um 17 Uhr in der S.Oliver-Arena in Würzburg, in die gut und gerne über 1000 Zuschauer kommen. „Genau das richtige Publikum für uns“, sagt Co-Trainer Hansen schmunzelnd. Denn ein lautstarkes, feuriges Publikum kann die Lurchis oftmals auch richtig beflügeln. Mehrfach haben sie bereits bewiesen, dass sie sich von gegnerischen Pfiffen und Anfeuerungsrufen keineswegs einschüchtern lassen.
Wenn Würzburg ins Rollen kommt, gibt es kein Halten mehr
Dennoch ist Vorsicht geboten: Die Wölfe Würzburg verfügen nicht nur über einen breiten und qualitativ hochwertigen Kader, sondern befinden sich auch in einer guten Form. Diese ist sicherlich auch dem Umstand geschuldet, dass die Wölfe am Sonntag ihr viertes Heimspiel in Folge bestreiten werden – alle bisherigen konnten sie gewinnen. Zuletzt fertigten die Rimparer die SG Köndringen-Teningen mit 20 Toren Unterschied ab. „Das Spiel hat gezeigt: Wenn Würzburg richtig ins Rollen kommt, gibt es kein Halten mehr“, erklärt Hansen.
So weit wollen es die Kornwestheimer natürlich nicht kommen lassen. Bisher lieferten sich beide Teams stets intensive Duelle, ein Sieg gelang den Lurchis in Würzburg allerdings jedoch noch nicht. Aber die Kornwestheimer sind gut vorbereitet und wissen, worauf es ankommen wird. Im Hinspiel Anfang November setzte sich die Schurr-Sieben bereits deutlich mit 36:26 durch – ein Beweis dafür, dass man den Gegner durchaus auch deutlich in die Schranken weisen kann.
SVK gewann Hinspiel mit zehn Toren Vorsprung
Dennoch ist es eher unwahrscheinlich, dass dies nun erneut so klar verlaufen wird. „Vermutlich wird es dieses Mal auf Kleinigkeiten ankommen“, so Hansen.
Wenn beide Mannschaften in Form auflaufen, dürfen sich die Zuschauer auf jeden Fall auf ein hoch spannendes Duell zwischen dem Spitzenreiter und dem Tabellendritten freuen. Die Lurchis werden alles daran setzen sich die beiden Punkte in Würzburg zu schnappen, um den direkten Verfolger, den HC Erlangen 2, weiterhin auf Abstand zu halten. Zudem ist der lange Rückweg am Sonntagabend von Würzburg nach Kornwestheim mit zwei Punkten im Gepäck deutlich entspannter und lustiger mit einem Sieg im Gepäck. Und mit jedem Sieg rückt der Gewinn des Meistertitels in der 3. Liga Süd auch ein Stückchen in greifbarere Nähe.