Die Drittliga-Handballer des SV Kornwestheim legen mit 37:32 einen überragenden Derbysieg gegen die Horkheim Hunters hin und bauen ihren Vorsprung an der Spitze aus.
Die Drittliga-Handballer des SV Kornwestheim haben am Sonntagabend im Derby gegen den TSB Heilbronn-Horkheim ein deutliches Ausrufezeichen gesetzt. Mit einem überzeugenden 37:32 (20:16)-Heimsieg sicherte sich der Tabellenführer zwei wichtige Punkte und baute den Vorsprung auf den direkten Konkurrenten weiter aus.
Von Beginn an präsentierte sich die Mannschaft von Cheftrainer Alexander Schurr hellwach und spielfreudig. Die freie Woche hatte den Lurchis sichtlich gutgetan. Zwar schlichen sich in den Anfangsminuten noch einige Abschlussungenauigkeiten ein, doch die Defensive stand von Beginn an stabil und aufmerksam. Früh setzte Felix Kazmeier, einst selbst für Horkheim aktiv und mittlerweile Top-Torschütze der Kornwestheimer, das erste Ausrufezeichen. Nach einem Ballgewinn brachte er sein Team über die zweite Welle in Führung. Auch Jan Döll überzeugte mit seinen schnellen Händen und erhöhte in der 10. Minute auf 7:3.
Die Horkheim Hunters finden kein Mittel
Die Gastgeber dominierten die Anfangsphase klar, während die Gäste nur schwer ins Spiel fanden. Auch eine frühe Auszeit von Horkheims Trainer Oliver Heß brachte keine wirkliche Wende. Kornwestheim kontrollierte das Spielgeschehen, erspielte sich im Angriff immer wieder gute Chancen und verwandelte diese konsequent. In der Defensive ließ die Schurr-Sieben kaum einfache Tore zu.
Zwar konnten die Gäste zwischenzeitlich auf zwei Treffer verkürzen, doch erneut Kazmeier stellte den alten Abstand wieder her. Über 10:5 (15. Minute) und 16:13 (25.) ging es schließlich mit einer verdienten 20:16 - Führung in die Halbzeitpause. Auch ein zwischenzeitlicher Versuch der Gäste, mit dem siebten Feldspieler zu agieren, blieb ohne Erfolg gegen die flexible SVK-Abwehr.
Nach dem Seitenwechsel nahm das Spiel weiter Fahrt auf. Mit personellen Veränderungen auf den Außenpositionen und im Tor – Niko Henke ersetzte Jan Tinti – blieb Kornwestheim spielbestimmend. Lukas Reu kam für Marco Lantella und Jan Kägler trat an Tim Zeppmeisels Position. Unverzüglich erhöhte wiederum Kazmeier gleich zu Beginn der zweiten Hälfte auf 21:16, und bis zur 35. Minute hatten sich die Hausherren bereits eine komfortable 24:18-Führung erspielt.
Trainer Schurr lobt Felix Kazmeier
Die Abwehr agierte noch offensiver, blieb dabei aber konsequent. Horkheim versuchte, das Tempo zu erhöhen, lief sich jedoch immer wieder im dann kompakten Block der Gastgeber fest. Zudem zeigte Torhüter Henke mehrere starke Paraden: Seine Quote lag bei 40 Prozent. Beim Stand von 35:28 (50. Minute) war die Partie endgültig entschieden.
Am Ende stand ein hochverdienter Derbysieg für die Schurr-Sieben. Besonders Felix Kazmeier ragte mit einer herausragenden Leistung auf beiden Seiten des Feldes heraus. „Das war eine geschlossene, grandiose Mannschaftsleistung“, resümierte Trainer Alexander Schurr nach dem Spiel und lobte insbesondere Kazmeier: „Er hat heute wirklich Herausragendes geleistet.“
Mit diesem Erfolg bleibt Kornwestheim weiterhin an der Tabellenspitze und konnte den Abstand auf den TSB Heilbronn-Horkheim dadurch ausbauen. Lediglich der HC Erlangen bleibt mit fünf Punkten Rückstand in naher Schlagdistanz.
SVK: Henke, J. Tinti – Reu (3), Luithardt, Keil (2), Zeppmeisel (1), Kazmeier (14/5), C. Tinti (1), Lanig (2), Lantella (4), Kaysen (4), Döll (1), Kägler (2), Bahmann, Joneleit (3).