Lukas Fischer, hier im Hinspiel gegen Erlangen-Bruck (43:31), erzielt in Heilbronn acht Tore für die Neuhausener. Foto: Jörn Kehle

Nach der unglücklichen 36:38-Niederlage beim TSB Heilbronn-Horkheim tritt Handball-Drittligist TSV Neuhausen am Samstag beim TV Erlangen-Bruck an.

Solche Niederlagen steckt man nicht so leicht weg. Trotz schwieriger Rahmenbedingungen mit vielen Ausfällen ein sehr ordentliches Spiel gemacht – und dann nach einer spannenden Schlussphase doch ohne Punkte nach Hause fahren müssen. So ging es den Drittliga-Handballern des TSV Neuhausen beim 36:38 (18:16) im Nachholspiel beim TSB Heilbronn-Horkheim. Sie müssen das Ganze aber schnell aus den Trikots schütteln, denn bereits am Samstag (18 Uhr) treten sie beim TV Erlangen-Bruck an.

 

„Die Jungs sind Donnerstagnacht nach Hause gekommen, am Freitag müssen alle arbeiten und am Samstag geht es nach Erlangen – 40 Stunden Regeneration für ein Drittligaspiel“, zählt Neuhausens Trainer Daniel Brack auf. Ganz genau 44 Stunden und 29 Minuten liegen zwischen Schlusssirene in Heilbronn und Anpfiff in Erlangen. Deshalb und weil Erlangen-Bruck derzeit eine gute Phase hat, will Brack den Blick auf die Tabelle auch nicht überbewerten, in der die Neuhausener auf Platz acht und der Gegner auf 13 steht.

Dünner Kader

Zumindest sind am Samstag und im Gegensatz zu den vergangenen drei Partien wohl wieder die beiden U-20-Nationalspieler Linus Schmid und Max Heydecke dabei, die am Donnerstag noch beim historischen 32:27-Bundesligasieg des TVB Stuttgart über den THW Kiel mitwirkten.

Im Spiel bei den Horkheimern, die durch den Erfolg vom 5. auf den 3. Platz kletterten, fehlten zudem Marlin Sprößig, der sich zuvor im Training verletzt hatte, und Luis Sommer (privat verhindert). „So war es schon ein sehr dünner Kader“, erklärte Brack, der aber sehr zufrieden mit der Vorstellung des kleinen Neuhausener Haufens war: „Es war ein enges Spiel, in dem wir einen Sieg verdient hätten.“ So aber gab es die dritte Niederlage in Folge für die Maddogs.

Nachdem diese den frühen 1:4-Rückstand aufgeholt hatten, war es ein sehr ausgeglichenes Spiel. Zur Pause führten die Neuhausener mit 18:16. In der 39. Minute lagen sie noch mit 24:21 vorne, dann glichen die Horkheimer wieder auf 24:24 aus. 36:36 stand es nach Philipp Keppelers Tor drei Minuten vor dem Ende. Dann traf der achtfache Torschütze Yannik Polifka zum 37:36 für den TSB, die Neuhausener vergaben die Chance zum Ausgleich – wobei sich Brack in dieser Situation einen Siebenmeter hätte vorstellen können – und Adam Soos sorgte für die Entscheidung. Schütteln und nach der kurzen Pause in Erlangen wieder ein Erfolgserlebnis holen, lautet nun das Motto.

TSV Neuhausen: Prauß, Hamann, Pol (1); Hofer, Julien Sprößig (3), Böhm (1), Haag (6), Grundler, Reinhardt (4), Baumann (2), Fischer (8/3), Sahin (1), Keppeler (2), Kosak (8).